Vorab: Yoga heißt so viel, wie Harmonie oder Einheit. Ergo ist Yoga ein Weg, um mit sich und anderen in Harmonie, Einheit zu kommen. Yoga kann auch dazu führen, dass ungeahnte Fähigkeiten eines Übenden bewusst werden. So mancher Yogi, bzw. so manche Yogini hat so z.B. ihr musisches Talent entdeckt.
In der heutigen Zeit ist es hilfreicher denn je, wenn ein Mensch eine Methode nutzt, dank der er sich auf vielerlei Ebenen trainieren und trotzdem auch in sich ruhend wirken kann. Die Abwechslung von Anspannung und Entspannung macht dies möglich. Und auch für Yoga gilt: "Früh übt sich, wer ein Meister werden will", wie der Volksmund sagt. Wobei ich der Meinung bin, dass wir alle Meister sind, die meisterlich üben.
Auch wenn ein Mensch einen anderen als den "vollkommenen yogischen Weg" gegangen ist, geht oder in Zukunft gehen möchte, kann Yoga ein Weg sein, um Achtsamkeit in den Lebensmittelpunkt zu rücken.
Ein optimaler Weg für Erwachsene ist für mich der Integrale Yoga. Ein Yoga, der auf der Ebene des Körpers, des Geistes, der Energetik wirkt. Ein Weg, den ich bereits ging, bevor ich wußte, das er im Yoga ebenso beschrieben wird.
Doch können sich Kinder bereits in einem Alter von ab 3 Jahren durchaus im Yoga üben. Beispielsweise im körperlichen Yoga und im geistigen Yoga. Die Basis für den Integralen Yoga, bzw. einen Weg des achtsamen Miteinanders in jedem von uns (Innenwelt) und mit anderen/anderem (Außenwelt).
Mit dem körperlichen Yoga erhalten Kinder Zugang zu körperlichen Übungen (Asanas), die dazu angetan sind, sich körperlich zu stärken, Streß abzubauen und sich tief zu entspannen. Außerdem werden das soziale Miteinander und die Fantasie gefördert.
3-4 Jahre, 4-5 Jahr, 6-8 Jahre, 9-12 Jahre. Oder auch 3-6 und 7-12 Jahre.
Die Dauer einer Übungsstunde richtet sich unter anderem nach dem Alter und der Auffassungsgabe der teilnehmenden Kinder aus, wie auch daran, ob die Stunde im Kindergarten / in der Schule oder privat angeboten wird.
Im Alter von 3-5 Jahren werden Yogastunden im Kindergarten im Allgemeinen mit einer Dauer von zwischen 35 und 45 Minuten angeboten. Außerhalb eines Kindergartens wird die Zeit, so es den teilnehmenden Kindern hilfreich ist, ausgeweitet oder mit einfachen Beschäftigungsmaßnahmen, wie z.B. dem Malen von Bildern oder einem Spiel auf 60 Minuten ausgeweitet, damit Eltern die Zeit sinnvoll nutzen können.
Eine Kursstunde für Kinder ab einem Alter von 6 Jahren wird an Schulen im Allgemeinen mit zwischen 45 und 60 Minuten angesetzt. Privat sind es entweder 60 oder, bei älteren Kindern auch schon mal 75 Minuten.
1. Begrüßungsritual (5 Min. oder mehr) - Rituale sind etwas, an dem wir unser Leben ausrichten. Manche machen das bewusst andere unbewusst. Beim Begrüßungsritual während der Yogastunde begrüßen wir uns in der Runde, in dem wir beispielsweise gemeinsam ein Begrüßungslied singen oder wir direkt klären, wie wir heißen, uns fühlen und was wir uns heute von der Yoga-Stunde erhoffen. Das benennen der Regel "achtsam zueinander zu sein" findet ebenfalls hier statt.
Es kann auch dazu gehören, dass wir gemeinsam den Übungskreis mit den Matten legen, die ein jedes Kind nutzt und evtl. einen Blickfang in der Mitte aufbauen, der thematisch zur Stunde passt (z.B.: "Ein Tag auf der Wiese").
2. Bewegungsspiel (7 Min. oder mehr) - hierbei können Kinder ihre überschüssige Energie austoben. Natürlich achtsam. Das Bewegungsspiel wird an das Alter der teilnehmenden Kinder angepasst.
3. Anfangsentspannung (3 Min. oder mehr) - hierbei kommen die Kinder, salopp gesagt, runter. Es werden Elemente der Tiefenentspannung nach Jakobsen genutzt.
4. Die Yoga - Übungsreihe (12 Min. oder mehr) - hier wird, für die Jüngeren spielerisch, unter Nutzung von einfachen Bezeichnungen (z.B. "Die Katze macht einen Katzenbuckel") die Vorbereitung für Übungen gelegt, die mit reiferen Kindern dann als eine aufbauende Form, ("Hund" oder "Dach" - beide Hände und beide Füße auf dem Boden, während der Po den höchsten Punkt darstellt und Oberkörper, wie auch die Arme eine Linie bilden) geübt werden, um letztlich die endgültige Übung für Erwachsene vorzubereiten. In diesem Fall einen Teil des Sonnengrußes.
Die Übungsreihe wird den Jüngeren denn auch in Form von Geschichten oder Spielen näher gebracht, während sich Schulkinder im Allgemeinen bereits für die Wirkweise der Übung interessieren und sie demnach auch erklärt bekommen.
5. Endentspannung (5 Min. oder mehr) - Dieser Punkt kann mit dem nachfolgenden getauscht werden. Je nach dem, wie intensiv die Endentspannung ausfällt. In jedem Fall wird auch hier die Tiefenentspannung praktiziert.
6. Massagespiel oder Stilleübung (10 Min. oder mehr) - Hier lernen die Kinder in gesundem Körperkontakt zueinander zu kommen, oder, bei der Stilleübung, alleine, bzw. miteinander Bilder (z.B. Mandalas) zu erstellen. Sollte während der Stunde viel Zeit genutzt worden sein, weil z.B. die Yoga-Runde so viel Spaß gemacht hat, kann dieser Punkt auch ausfallen.
7. Abschiedsritual (5 Min. oder mehr) - Hierbei reflektieren wir, was wir gemacht haben. Bei den Reiferen evtl.auch, wofür welche Übung hilfreich ist. Außerdem gibt es wieder die Möglichkeit zu sagen, was jeden von uns gestört und was gefallen hat, bevor wir uns von einander verabschieden und jeder seine genutzte Matte wegräumt.
In diesem Beispiel würde die Yoga-Stunde also 45 Minuten oder mehr beanspruchen.
Jede Yoga-Stunde begleite ich mit den Klängen einer Herz-Klangschale von Peter Hess. Diese Klangschale ist so beschaffen, dass Sie muskuläre und Blockaden löst und die Herz-Eigenschaften, Liebe, Hoffnung, Trauen, Nachsicht, Einsicht gefördert werden.
Ich greife nach den Sternen.
Im Boden verwurzelt.
Bin ich allzeit bereit.
Nutze die Brücke,
Um meine Angst zu überwinden,
meine Aufgaben zu lösen
um kraftvoll,
trauend, hoffend
und aufrecht meine Meinung zu leben.
Danke, dass es mich gibt."
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