Der Integrale Yoga

 

 

Yoga wird klassisch in sechs Arten unterschieden. Die bei uns im Westen wohl bekannteste Art ist der Hatha Yoga. Darüber hinaus gibt es noch den Kundalini Yoga, den Raja Yoga, den Jnana Yoga, den Bakti Yoga und den Karma Yoga.

 

 

 

Die Yoga-Stile, Ihre Bedeutung und Wirkweise:

 

Hatha Yoga

ist im Wesentlichen ein Yoga der Physis. Mit  Hilfe von Asanas (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen) wird der Körper trainiert. Auch die Tiefenentspannung spielt im Hatha Yoga eine wichtige Rolle. Für den Hatha Yoga typisch und im Gegensatz zum Flow-Yoga und Tri-Yoga, ist es die Asanas zu halten. Meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt in unserer schnelllebigen Zeit, da so geübt werden kann sowohl körperlich, geistig, als auch energetisch standhaft zu sein.

 

Tipps für eine vedische Ernährung und eine gesunde Geisteshaltung (Lebenseinstellung) werden, nach Bedarf, auch gerne weitergegeben. Wie schon erwähnt wirkt der Hatha Yoga auch auf die die Energetik mit ein. 

 

 

Im Hatha Yoga spielt das Ashtanga Yoga (Yoga der 8 Glieder) eine wesentliche Bedeutung.

Diese 8 Glieder und ihre Ausrichtungen sind:

 

Yamas -  Achtamkeit anderen gegenüber

Niyamas - Achtsamkeit sich selbst gegenüber

Asanas - körperliche Übungen zur Achtsamkeit gegenüber seines Körpers

Pranayama - Atemübungen, sowohl zur Achtsamkeit gegenüber seines Körpers,

als auch zur Achtsamkeit gegenüber seiner Energie

Pratyahara - Übungen zum Zurückziehen seiner Sinne

Dharana - Konzentrationsübungen

Dhyana - Meditation

Samadhi - Übungen zur Erlangung des Überbewusstseins

 

 

Kundalini Yoga

ist der Yoga der Energie. wie im Chinesischen hat sich im Indischen ein Bild des Menschen gehalten, das ganz wesentlich durch die Lebensenergie bestimmt wird. Die Lebensenergie wird im Yoga Prana genannt. Um sie zu kanalisieren und mit ihr Gesundheit zu ermöglichen, werden im Hatha Yoga bereits die Atemübungen genutzt.

 

Im Kundalini Yoga wird der Astralkörper ins Zentrum gesetzt. Es gibt Chakren (Knotenpunkte), in denen die Nadis (Energiekanäle) zusammenkommen.

 

Es wird davon ausgegangen, dass wenn wir bereit sind die Kundalini-Energie in uns erwacht. Diese dem Mystischen zuzuordnende Erfahrung soll plötzlich oder auch nach und nach möglich sein. Das Erwachen dieser Energie soll mit vielen überwältigenden auch außersinnlichen Erfahrungen, einem Gefühl der Seeligkeit, Erweiterung des Bewusstseins und der Enfaltung neuer Fähigkeiten erlebbar sein.

 

 

Raja Yoga

umfasst die Techniken des mentalen Trainings und der Meditation. Hier wird erklärt, wie nach vedischer Sichtweise der menschliche Geist funktioniert und wie wir ihn kontrolliert nutzen können. Übungen des Raja Yoga umfassen:

 

Affirmationen - im Allgemeinen positiv, ich-bezogen und in der Gegenwart formulierte Glaubenssätze

Visualisierungen - Bildhafte Vorstellungen

Achtsamkeit - liebevoller Umgang mit sich selbst und anderen/anderem

Selbstbeobachtung - um wahrzunehmen, was ich wann wie zum Ausdruck bringe

Meditation - hier gitbe s eine vielzahl von Techiken und Möglichkeiten

 

 

 

Jnana Yoga

ist das Yoga des Wissens. Die vier Prinzipien des Jnana Yoag sind:

Wahrnehmen

Nachdenken

Meditieren

Umsetzen

 

 

Dieser stark philosophisch ausgerichtete Teil des Yoga stellt die Fragen:

Wer bin ich?

Woher komme ich?

Wohin gehe ich?

Was ist der Sinn des Lebens?

Was ist wirklich?

Was ist Seeligkeit (Glück)?

 

Außerdem werden Karma (Unsere individuellen Aufgaben lösen.) und Reinkarnation (wir werden wiedergeboren, bis das Karma aufgelöst ist) erklärt. Karma kann im Übrigen durch den Ausdruck von weniger Achtsamkeit ("Unachtsamkeit") auch aufgebaut werden, womit wir demnach noch öfter auf der Erde wiedergeboren werden würden.

 

 

Bhakti Yoga

ist das Yoga der Hingabe und der Liebe zu Gott. - Für mich gölte hierzu auch die Hingabe und Liebe zu meinen Mitmenschen und der Natur, doch das wird im Yoga in einem Extrapunkt erfasst. - In Gebeten, durch Singen von Mantren, dem Abhalten von Ritualen, dem Erzählen von Mythen undGeschichten über Heilige soll sich das Herz öffnen und eine Erfahrung der Nähe zu Gott (dem Göttlichen) ermöglicht werden.

 

 

Karma Yoga

Ist der Yoga der Tat. - Wobei er meiner Meinung nach auch der Yoga der Gedanken und Worte ist. - Karma Yoga lehrt das Schicksal als Möglichkeit zu ergreifen. Im Karma Yoga gibt es Techniken die passenden Entscheidungen zu treffen und jeden Teil unseres Lebens spirituell erfassen zu können.

 

Es ist auch der Yoga des selbstlosen Dienstes. Karma Yoga soll dabei helfen die Grenzen des Egos zu transzendieren (aufzulösen), um sich als Eins mit allem wahrnehmen zu können.

 

 

 

Struktur allens

(aus vedischer Sicht):

 

 

Brahman (das Absolute) beinhaltet Sat (Sein), chid (Wissen) und ananda (Wonne) im Gesamten. 

 

Maya, die Kraft der Illusion, zeigt uns Aspekte als wahr und wirklich auf, die exakt derfen Gegenteil sind.

 

Im Brahman gibt es Jagat, was das manifestierte Universum ausmacht. Hierin wiederum sind Karana (die kausale Welt), Sukshma (die astrale Welt) und Sthula (die physische Welt) enthalten.

 

Außerdem gibt es Ishwara, was Götter mit Eigenschaften sind. Da wäre zum Einen Brahma (der Schöpfer), Vishnu (der Erhaltende) und Shiva (der Zerstörer).

 

Für den Einzelnenen, der als Atman (absolutes Bewusstsein im Sein) im Brahman existiert, stellt sich dies demnach wie folgt dar:

 

Im Atman gibt es ebenso Satchidananda (Sat, Chid, Ananda). Die Entsprechung von Maya ist Avidya (Unwissenheit).

 

Jagat wiederum ist individuell Upadhi (die begrenzenden Attribute), womit Karana Sharira (Kausalkörper), Sukshma Sharira (Astralkörper) und Sthula Sharira (Physischer Körper) gemeint sind.

 

Jiva (individuelle Seele) ist der Aspekt des Einzelnen, der im Großen uhnd Ganzen Ishwara entspricht. In uns allen sind  Brahman, Vishnu und Shiva enthalten.

 

 

Um Brahman (das "n" ist als wesentlich zu beachten, da das Fehlen des "n" das Wort "Brahma" ergibt, was den Schöpfer meint) zu erklären gibt es einen trefflichen Vers:

"In drei Sätzen sei es verkündet, was man in 1000 Büchern findet. Brahman ist wirklich. Die Welt ist Schein. Das Sein ist nichts, als Brahman allein"

 

 

Im Yoga wird der Körper in drei Ebenen aufgeteilt

 

Karana Sharira - Der Kausalkörper

Sukshma Sharira - Der Astralkörper

Sthula Sharira - Der Physische Körper

 

 

Diese Ebenen werden wiederum in diverse Hüllen aufgeteilt

 

Karana Sharira:

Anandamaya Kosha (Wonne-Hülle, oder Ekstase-Hülle)

 

Sukshma Sharira:

Vijnamaya Kosha (Intellektuelle Hülle)

Manomaya Kosha (Geisthülle / Emotionale Hülle)

Pranamaya Kosha (Energiehülle)

 

Shtula Sharira:

Annamaya Kosha (Physische Hülle)

 

 

 

Sieben Chakren werden im Hatha Yoga berücksichtigt, obwohl es in anderen Linien des Yoga mehr Chakren gibt:

Muladhara

Das Wurzelchakra

 

Swadhisthana

Das Sexual oder Kreuzbeinchakra

 

Manipura

Das Nabel- oder Solar Plexuschakra

 

Anahata

Das Herzchakra

 

Vishudda

Das Kehlkopfchakra

 

Ajna

Das Stirnchakra, auch als das "3. Auge", bzw. bei kindern als das "Phantasie-Auge" bekannt

 

Sahasrara

Das Scheitelchakra

 

 

Den Chakren werden einzelne Mantren, in der Mehrheit (Ausnahme Muladhara) Hormondrüsen des Körpers, Farben, Götter, Tiere, charakterliche, wie auch höhere Eigenschaften und einzelne Stellungenim Sonnengruß zugeordnet. Wer mehr darüber erfahren mag, dem sende ich auf Anfrage gerne eine Tabelle zu.

 

In diesem Sinne danke ich, dass ich an der Ausbildung zum Übungsleiter des Kinder Yoga teilegnommen habe. Diese Einblicke waren für mich sehr interessant.

 

Hilfreich, dass ich darüber hinaus auch noch gelernt habe Kinder im Yoga zu unterrichten.

 

 

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