...geschieht, weil sich auch das Gesellschaftsbild ständig wandelt. Gerade in einer Zeit, wo noch so manch einer von Vollzeitbeschäftigung für alle träumt, obwohl die Zeichen der Industrialisierung das genaue Gegenteil nahe legen.
Wie aber kann Arbeit definiert werden? Auf jeden Fall neu! Zur Zeit ist gesellschaftlich betrachtet derjenige fleißig, der einem Beruf nachgeht mit dem er Geld verdient. Und derjenige gilt als faul, der keine Anstellung hat.
Hierbei stelle ich fest, dass wir einen ähnlichen Wandel bereits hinter uns haben. Die Arbeit der Mutter und Hausfrau galt bis vor garnicht so langer Zeit auch weniger als die des im Beruf stehenden Mannes. Auch diesen Bewusstseinswandel haben wir geschafft.
Wobei im Verständnis des Wortes Beruf schon ein Mißverständnis vorzuliegen scheint. Wer geht Heute schon dem nach, was ihn beruft, was in ihm ruft? Ich kenne mehr Menschen, die einem Job nachgehen, als Menschen, die das tun, was sie gerne machen. Doch es gibt auch immer mehr Menschen, die sich ihrer Talente stellen und sie zu Geld machen.
Das ist meiner Meinung nach eine sinnvolle Erklärung für das Wort Beruf. Berufen ist also der, der macht was ihm gefällt. So kann ich mich auch dem thema nähern, solche Tätigkeiten in den Bereich der Arbeit einbeziehe, die zur Zeit noch eher selten und wenn dann oftmals unwürdig bezahlt werden.
Zwei Fragen führen dahin:
Wieviel Menschen bezahlen wir dafür, dass sie uns unterhalten und wieviel zahlen wir ihnen dadruch, dass wir ihnen zuschauen (Musik, Sport, etc.)?
Welche Menschen fühhlen sich berufen anderen zu helfen und werden dafür nicht bezahlt und auch noch von der Gesellschaft weniger gachtet, als Mesnchen die in dem oberen Absatz benannten Bereichen tätig sind? Schon einmal von einer Frau gehört, die geliebt und bezahlt wird, weil sie ihre Kinder liebevoll erzieht und sich, wie auch ihrem Mann ein gemütliches Zuhause bereitet? Nicht? aberMillionäre im Bereich Sport und Musik, die von der Gesellschaft geachtet werden kennst du, oder?
Wieso erkennen wir die Hausarbeit nicht als Arbeit an und bezahlen sie zumindest so, dass die Hausfrau zum Haushaltseinkommen beitragen kann? Wieviel Männer könnten ihrer Arbeit nachgehen, wenn ihre Hausfrauen zu Hause nicht auf Kinder und Haushalt achten würden? Und ein Grundeinkommen für diese Leistung sind wir nicht bereit zu zahlen, wohl aber mehr oder weniger regelmäßig 40,00 € für ein Konzert oder eine Dauerkarte für den Fußball?
Was noch in den Bereich der auch öffentlich gewürdigten Arbeit hinzugefügt werden kann, ist die Vereinsarbeit, die in meinen Augen um so unproffessioneller ist, je mehr Zeitaufwand sie Bedarf. Und wieso? Unter anderem auch deswegen, weil Profis ihre Arbeit bezahlt haben möchten?
Und was ist mit freundschaftlicher oder nachbarschaftlicher Hilfe, deren beider Grenzen zur professionllen Hilfe schnell verschwimmen. wer anderen hilft, kann der auch unsere Achtung in Form von Geld für seine Hilfe bekommen? Wieso muß ein Freundschaftsdienst umsonst sein, wenn der gleiche Tipp oder die gleiche Hilfe vom Fachmann viel Geld kosten würde? Wieso kann ich mein Geld nicht damit verdienen ein guter fReund und Helfer zu sein?
Wieso bekommt ein Fußballspieler so viel und die Krankenschwester oder der Pfleger so wenig finanzielle Achtung? Ganz einfach deswegen, weil uns Unterhaltung wichtiger ist als ein soziales Miteinander. Wäre es anders würde schließlich mit der Werbung für Krankenhäuser oder Pflegedienste Geld gemacht werden und wer in der mobilen Atenpflege tätig ist, würde mit Luxusautos fahren und auf den Titelblättern der Illustrierten stehen.
Wollen wir das ändern? Wo fangen wir an?
Wie wäre es zum Beispiel damit, dass wir bei uns selber anfangen. So wie es immer das Sinnvollste zu sein scheint. Das kann so aussehen, dass sich derjenige, der eine Hilfe bekommt, der Frage stellt, in welcher finanziellen und beruflichen Situation er selbst und in welcher finanziellen und beruflichen Situation der andere ist?
So könnte jeder bereits selber dazu beitragen die wertvollen Ratgeber unter uns zu unterstützen und einen Schritt in die Richtung machen, der dazu führt, dass derjenige geachtet ist, der sich moralisch, ethisch oder sozial einbringt.
Weiter kann es mit einem Grundeinkommen gehen, welches anfänglich von jenen bezogen werden kann, die zu wenig Einnahmen haben, um davon so leben zu können, dass sie sich wieder als einen Teil der Gesellschaft wiederfinden. Das zu fordern ist scheinbar populär. Doch glaubst du, dass eine der etablierten Parteien sich diesem Ziel in naher Zukunft annimmt? Und wenn ja, glaubst du, dass dieses Ziel anders behandelt wird, als das Thema Kilometergeld zur Zeit?
Wir von Grundeinkommen und Volksentscheide haben kein Interesse daran noch eine polemisierende Partei zu sein. Viel mehr sehen wir uns als eine Volksnahe Partei, die jedem Bürger das Recht auf Mitbestimmung und somit die Fähigkeit zur Verantwortung und das Vertrauen zur Urteilsfähigkeit zuspricht.
Solche Dinge, wie Grundeinkommen und auch Volksentscheide, brauchen natürlich Vorlauf und Rahmenbedingungen, doch diese können vergleichsmäßig schnell geschaffen werden.
Später kann dann gerne das bedingungslose Grundeinkommen folgen, welches das Arbeits- und Gesellschaftsleben nachhaltig revolutionieren wird. Arbeitnehmer werden sich ihre Chefs aussuchen können, weil sie sich nicht mehr mit den Gedanken zwingen bei jenen zu abreiten, die sie wenig achten oder von denen sie sich augebeutet fühlen.
Das Grundeinkommen. Ein Grund fröhlich in die Zukunft zu blicken.
Götz Werner und anderen sei dank!
Jetzt ist es Zeit für den revolutionären Wandel im Umdenken von vielen bisher festgelegten Strukturen und Begriffen.
Fangen wir mit der Arbeit an! Arbeiten tut der, der etwas tut! Einem Beruf geht der nach, der nicht das Geld sondern sein Talent in den Mittelpunkt stellt, mit er sich und andere Freude bereitet. Also auch der Musiker und der Fussballspieler. Und eben auch die Mutter, der ehrenamtlich Tätige, der für seine Tätigkeit vereinzelt Ehre oder eher mehr Arbeit als Achtung bekommt. Und auch derjenige, der mir gerade geholfen hat.
Bieten wir dich doch demjenigen das an, was uns seine Leistung/Hilfe/Rat wert sind, damit der, der das sehr ausführlich tut auch damit sein Geld verdienen und sich und seine Familie ernähren kann.
Das Geld ablehnen können weiterhin die, die anderweitig genug Geld verdienen. Denn auch mit Geld schätzen wir wert.Gerade dann, wenn wir wissen, dass der andere es gut gebrauchen kann.
In einer Welt, in der wir den Wert einer Arbeit (Leistung) mit Geld bezahlen, ist die Bezeichnung der ehrenamtlichen Tätigkeit ein Worthülse und ein Widerspruch in sich. Und dabei ist die Ehre der Hausfrauen und Hausmänner und all der Freunde noch gar nicht berücksichtigt.
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