In der Vergangenheit habe ich irgendwann erkannt, dass Spiegelungen nicht nur dann möglich sind, wenn ich mich vor einen Spiegel aus Glas stelle und dort hinein schaue. Vielmehr erkannte ich für mich, dass es auch im Bereich der Psychologie und des dementsprechend erlebten Alltags so genannte Spiegel gibt.
Das war anfangs ein ganz schön großer Schritt, den ich zudem auch erst einmal abgelehnt habe. Es war für mich damals nicht erkennbar, dass ich mich in etwas anderem als einem Spiegel aus Glas, Eis, blankem Metall oder Ähnlichem spiegeln könnte.
Dass dann auch noch Verhaltensweisen, Gefühle oder Gedanken von mir durch andere reflektiert, also gespiegelt, werden, die ich erlebe, also sehe, mit denen ich mich unterhalte und von denen ich lese, das hielt ich für sehr gewagt. Irgendwann allerdings nahm ich diese Sichtweise an. Ich erkannte die eine oder andere Spiegelung nach und nach.
Das mit den Spiegeln sieht für mich Heute so aus, dass ich all das, was ich erlebe, fühle oder denke auch wie in einem Spiegel, so zu sagen von anderen hochgehalten, für mich erleben kann, so wie ich mit meinen Ansichten und Verhaltensweisen auch immer andere widerspiegle.
Jeder soll also immer ein Spiegel sein. Jede Situation, jede Verhaltensweise, Ansichten die ich mitbekomme, alles Spiegel? Als mich meine Freundin Marei darauf aufmerksam machte, hielt ich erst dagegen. Die Erkenntnis, dass Sie mich auf eine auch für mich hilfreiche Sicht aufmerksam gemacht hat, kam einen Tag später.