Wenn ich erwarte, mache ich mich abhängig 

 

Ich erhielt heute nämlich Post von einem Anwalt.

 

Hier stutzte ich das erste Mal und bemerkte, wie meine Laune "weniger" wohlig wurde.  Zu deutsch: ich fühlte mich unwohl.

 

Als ich den Brief aufmachte und in ihm las, dass es um eine Rechnung ginge, die ich damals, wie Heute als unberechtigt erachte, steigerte sich mein Unwohlsein ob der nun folgenden Konsequenz.

 

Es lief ganz klassisch ab: Brief von einem Anwalt - Unwohlsein; In ihm Kenntis des Mahnungsstandes - gesteigertes Unwohlsein; Gedankenkarussel bis hin zu einem Prozess - sehr starkes Unwohlsein.

 

Dann frühstückte ich mit meiner Freundin im Sonnenschein und sammelte mich trotzdem weiter im Unwohlsein.Ich machte es auch noch zum Thema währende des Frühstücks, obwohl ich sonst weiß, dass beim Essen die Aufmerksamkeit auch absolut beim Essen sein kann.

 

Damit nicht genug, hielt ich meine Aufmerksamkeit noch immer im Unwohlsein, obwohl mir dies bereits bewusst wurde. Es steigerte das Unwohlsein sogar kurzzeitig in Ärger.

 

Ok, ich bemerkte es an Hand des Ärgers - Danke Ärger! - reduzierte das Unwohlsein etwas und wandte mich dem Tagesablauf und ein wenig merh den angenehmen Dingen zu.

 

Doch wirklich praktisch wäre es gewesen, wenn ich meinem Unwohlsein sofort gefolgt wäre und die Ursache hierfür gefunden und beseitigt hätte. Dann nämlich hätte ich das Frühstück mit meiner Freundin in der Sonne absolut genossen!

 

Und das mir, den ich als Profi in solchen Sachen erachte...

 

Nach dem ich meine Freundin zur Arbeit gefahren hatte, war mir meine unpraktische Vorgehensweise vollends bewusst.

 

Und so setzte ich mich vor den PC und schaute ins Internet, um herauszufinden, ob noch andere Menschen solch unangenehme Erfahrungen mit dem Rechnungsaussteller hatten, wie ich.

 

Kaum hatte ich die ersten zwei Google-Ergebnisse angesehen, war mein Wohlsein wieder vorhanden. - Interessant, oder? Kann ich mich als ein Mitlgied einer Gruppe von Betroffenen sehen, geht es mir direkt besser. Obwohl der Sachverhalt noch immer der Gleiche zu sein scheint. Aber ich bin eben im Schtutze einer Gruppe.

 

Ich fand heraus, dass sehr viele Menschen der Firma auf den Leim gegangen waren. So eben, wie ich auch. Und ich fand heraus, dass diese Firma zig Seiten im Netz hat, in denen sie ansonsten kostenfreie Dienste im Kleinstgedruckten, und nicht per separatem Klick bemerkbar, als kostenpflichten Service anbietet.

 

Schlau natürlich auch, dass die rechnung erst nach Ablauf der Frist zur Wahrung des Rücktrittsrechts ins Haus flattert. Meine Hochachtung vor so viel Voraussicht.

 

Nun fühlte ich mich wieder in meiner Mitte. Da gab es also eine, meines Erachtens nach kriminell, arbeitende Organisation, die Bürgern, die weniger achtsam sind unbemerkt das Geld aus der Tasche zieht.

 

Toll! Denn so können sich diese Bürger darüber bewusst werden, wie sie ticken, bzw. womit sie solche Umstände anziehen.

 

Nun nutzte ich die Möglichkeit diese Firma anzuschreiben und meiner Meinung Ausdruck zu geben. Außerdem stellte ich in den Raum, dass ich bei weiteren Anschreiben Anzeige erstatten würde, kopierte mir die Links zu den Seiten der anderen Betroffenen und zur Verbraucherschutzzentrale, veränderte  ein paar wichtige Glaubenssätze in meinem Unterbewusstsein und ging gut gelaunt klettern.

 

Schön, dass es DEr Sanfte Weg gibt! Danke mir und den anderen, die daran beteiligt waren, dass ich ihn erschuf!

 

 

Doch was hat das nun mit der Erwartungshaltung zu tun?

 

Es hat in so fern etwas damit zu tun, dass ich scheinbar noch eine Programmierung laufen hatte, die davon ausgeht, dass Schreiben von Anwälten prinzipiell erst einmal "nichts Gutes" zu bedeuten haben. Ich habe somit eine Erwatungshaltung gehabt.

 

Und es hat in so fern etwas mit der Erwartungshaltung zu tun, als dass ich dieser Meinung in einem Gedankenkarussel folgte, was auf Erfahrungen aufbaut, die ich in der Vergangenheit gemacht habe und nun unterbuwsst ähnliche Folgen erwartete.

 

Ich hätte ja auch erwarten können, dass mir ein Anwalt von einem Gewinn berichtet. Und ich hätte erwarten können, dass dieser Sachverhalt für mich hilfreich ausgeht, was ja nun auch so erfolgt ist.

 

Am Besten also, nichts zu erwarten und das Beste zu hoffen. Förderlich auch, seinen Gefühlen auf den Grund zu gehen und seine unterbwusstsen Programme zu verändern, die zu diesen Gefühlen führen.

 

Schön also, dass ich erkannnt habe, dass meine als negativ empfundenen Gefühle durch aus einen positiven Sinn haben.

Dank ihrer bin ich nämlich  bewusst geworden, dass ich mit etwas für mich Wichtigem weniger hilfreich umgehe, als es mir möglich ist.

 

Toll also, dass ich mich erst über meine so genannten negatigen Gefühle geärgert habe und dadurch einen Weg gefunden habe, mich dem Wichtigen so zu widemen, dass ich mich dabei wohl fühle.

 

Ich denke, es wird also nun wieder harmonischer ablaufen.

 

Und ich kann mich weiter darauf sammeln, bei Eintreffen von nicht erwarteten Umständen mich trotzdem wohl zu fühlen.

 

Und wieder bin ich ein wenig bewusster geworden.

 

Danke auch an die Frau Anwältin!

 

Vielleicht macht sie mein Hinweis auf meine Vewunderung darüber, dass es immer noch Anwälte mit einem interessanten Rechtsbewusstsein gibt nachdenklich.

 

Toll, wenn die Anwältin Katja Günther sich dank meines Schreibens ihren Moralvorstellungen stellt und erkennt, dass es weniger zu uhrem eigenen und dem Wohlgefühl anderer beiträgt, wenn sie die Machenschaften solcher Mandanten unterstützt, die ihr Geld aus einem Vertrauensmissbrauch heraus verdienen wollen. 

 

Andererseits führt gerade ihre Tätigkeit dazu, dass ich mein Bewusstsein erweitern konnte.

 

Wie ich immer sage: Alles ist hilfreich. es ist nur eine Frage des Blickwinkels.

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