Guten Morgen,
Mensch, war das ein schönes Herbstwochenende! Erlebt zwar als Frühlingstage, waren der Samstag und Sonntag ein einziger Traum.
Meine Tochter Ana war bei uns und wir sind bereits am Samstagvormittag direkt zum Tierparl Ollerdissen gefahren. Dort leben heimische Tiere und werden einigermaßen angemessen den Kindern nahe gebracht.
Klar, da gehört Ziegen streicheln und füttern genau so dazu, wie auf dem Spielplatz herum zu tollen.
Nachmittags waren wir dann noch inlineskaten. Schön, dass eine Straße durch den Wald neu apshaltiert wurde und wenig von Autos befahren ist.
Außerdem haben wir noch Kerzen gegossen und Blumen umgetopft. Herrlich, mit welch einfachen Sachen kleine Kinder zu begeistern sind!
Und zu guter letzt ging es noch auf einen neuen Abenteuerspielplatz in Isselhorst. Schön, dass die Mitarbieter in den Gemeinden begriffen haben, dass ein Spielplatz auch außerhalb von Sandkasten, Schaukel und Rutsche etwas bieten kann. Klettermöglichkeiten zum Beispiel! - Mann, hatte ich Sonntag Muskelkater... - Klar, hab ich darauf geachtet, ob das Klettergerät mich überhaupt aushält.
Am Sonntag haben wir morgensin Halle schwimmen. Ich war einigermaßen entsetzt, als ich mir bewusstwurde, dass das Schwimmbad nur etwas für Bürger ist, die Geld haben.
Wie soll sich, bitte, eine Familie mit einem Kind regelmäßig einen Eintrittspreis von über 20,00 € und Jahreskarten von 400 - 500 € leisten können?
Als ich noch klein war, da haben wir 1,50 DM für das Schwimmbad bezahlt. Und weil wir auch eines der ersten Bäder waren, dass eine vom Hallenbad zu benutzende Wasserrutsch, wie auch ein herrlich großes Freibad mit separatem Sprungbecken, 50m-Schwimmbecken, 25m -Durchschwimmbecken (innen -außen) und ein riesengroßes Planschbecken erhielt, obwohl wirm eine kleine Gemeinde von ca. 40.000 Bürgern waren, habe ich erwartet, dass dies in großen Städten auch gilt.
Doch was ist? Schwimmbecken, in denen ein Schwimmer seine Bahnen ziehen möchte, sind rar gesät, obwohl dies sicherlich zeitweise auch in den so genannten Spaßbädern, wenn sich derjenige den Spaß überhaupt leisten kann, möglich wäre.
Was aber, wenn eine Familie den Spaß im Spaßbad genießen möchte? Wellenbad, Spaßbecken und Rutsche für schlappe 20,00 €. Na, klar...
Und sonst? Da werden Tagespreise von 8,00 € für das schwimmen in Bädern verlangt, in denen ich höchsten 2,00 € bezahlen würde! Da ich aber mit meiner Tocher schwimmen gehen möchte, zahlen wir 4,00 € por Erwachsener und 3,00 €für einKleinkind und können 2 Stunden im Schwimmbad sein. Incl. Duschen und Umkleiden. Und bist du drüber, kostet das nicht einen Euro mehr. Nö, satte 4,00 € sollen dann m,ehr bezahltwerden.
Alles zu privatisieren und lediglich auf die Wirtschaftlichkeit zu schielen, das können wir doch sicher hilfreicher, oder? Sozial geht vor.
Ich weiß, Schwimmbäder und Saunen, die von Kommunen betrieben werden sind verlustig in Sachen Wirtschaftlichkeit. Zumindest kenn ich das von früher. Aber ist das Heute, trotz moderner Technik auch noch so? Und wenn ja, können wir uns das vielleicht lieber leisten, als eine neue Skulptur in der Fußgängerzone oder sonst ein wenig sinnvoller Schnickschnack?
Prestige mit sozialer Verantwortung zu demonstrieren halte ich für angemessener, als irgendwelche Schönheitsmaßnahmen oder Theaterum- bzw. Neubauten, oder ähnliches.
Das Schwimmen war uns, die wir es bezahlen konnten, ein großer Spaß, wenn gleich wenig Gäste im Bad waren (Wieso wohl?).
Im Anschluß ging es wieder auf den Spielplatz. Decke und ein Spiel mitgenommen und gleich noch ein Picknick auf der integrierten Wiese veranstaltet.
Und am Abend, noch schnell zur Kirmes. Oh, wie schön! Die Preise purzeln. Das letzte Mal, dass ich für 200g gebrannte Mandeln 3,00 € bezahlt habe, ist locker 10 Jahre her.
Als wir abends alleine zu Hause waren, reichte die Energie gerade mal dazu aus, dass wir uns einen Film im Fernsehen ansahen.
Liebe Vollzeiteltern: Meinen absoluten Respekt! Ich weiß, alles Trainingssache... trotzdem.
Liebe Grüße
AXel
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Kommentar Nr.1 von sternenglimmer am 30 September 2008, 21:41:48