Gefühle


Guten Morgen!

 

Der gestrige Samstag begann herausragend!

 

Wir hatten bis morgens um 10 im Bett gelegen und den Tag mit der "schönsten Sache der Welt" begonnen. Bad und Frühstück folgten. - Seit dem wir den Tisch am Fenster stehen haben, scheint uns auch beim Frühstück und Mittagessen die Sonne auf den Tisch.

 

Wieder haben wir leckere Crepes zum Frühstück verputzt. Mit Zartbitterschokoaufstrich, Dattel-Birnen-Kraut und Rübenkraut gefüllt. Eis war alle. ;-) - Beate ist Crepes und Pfannkuchen eher leicht braun, während sie bei mir schon etwas dunkler sein können. Sie sind dann bissfester. Hmjammiiiii! Ein absoluter Genuß!

 

Zwischen zwölf und eins entschieden wir usn dann in Gefielden spazieren zu gehen, in denen wir länger nicht mehr waren. Der Teuto rund um Halle. Auch das, ein absoluter Gernuß!

 

Interessant fand ich, wie die Forstwirtschaft den Wald verändert. Waldwege, obwohl noch als solche markiert, wachsen zu und ehemals zugewachsene Waldwege sind wieder als solche erkennbar.

 

Als wir in einer Ansammlung von drei oder vier Häusern in der Natur angekommen waren, riefen uns eine unendlich aussehende Menge an roten Äpfeln zu, dass sie gepflückt und gegessen werden wollten! Wir kamen der Bitte selbstverständlich nach. - Wieder der totale Genus. - Insbesondere auch deswegen, weil ich über Jahrzehnte keine Äpfel essen konnte ohne allergische Beschwerden zu druchleben, weshalb ich über Jahrzehnte keine Äpfel verzehrte, obwohl ich sie so früher mit genuss aß. - Die Äpfel waren klein. Teilweise nicht größer als Pflaumen. So ist das eben, wenn Apfelbäume nicht zurückgeschnitten werden, denke ich. Wir pflückten ein paar von denen, die über den Zaun auf die öffentliche Fläche ragten, sammelten noch ein oder zwei vom Boden auf und genossen es sowohl in sie hineinzubeißen und den Fruchtsaft im Mund herumspritzen zu fühlen, als auch den absolut saftigen und süßen Geschmack. 

 

Nachdem die ersten zwei drei Äpfel gegessen waren, steckten wir uns noch ein paar in die Taschen und liefen, sichtbar langsamer und genüßlich einen Apfel essend, weiter durch die Sonne, bergan auf eine Sitzbank zu, von der wir auf Halle herab und in die Ferne schauen konnten. An dieser angekommen setzten wir uns, noch immer geünßlich kauend, hin und fühlten uns rund um wohl.

 

Mensch, kamen hier Heute viele Paare entlang. Ganz anders als früher. - Naja, vor drei Jahren saß ich auch selten so wohlig empfindend in der Natur und freute mich einfach darüber, dass ich sie und mich erleben konnte.

 

Gestern grüßten wir uns alle, die wir uns begegneten und lachten, strahlten uns sogar, an, während ich die leckeren Äpfel zu verspeisen empfahl. Ich machte mir keine Gedanken über Recht oder Unrecht. Der Baum sah nicht so aus, als würden alle Äpfel vom Besitzer geerntet werden. Zu viel lagen bereits auf der Wiese und Straße. - Früher dachte ich, dass in Ostwestfalen Menschen lebten, die in Sachen Empathie gerade erst den aufrechten gang erlernt hätten. Jede erlebt eben, womit er selber eine Aufgabe hat...

 

Als ich satt war, entschieden wir uns, nun doch schon zum Auto zurück zu kehren, gingen wieder zum Apfelbaum und pflückten noch ein paar Äpfel. Danach klingelte ich beim Besitzer, erzählte von unserer Tat und als sie lachend sagte, dass dies in Ordnung sei, bedankte ich mich und wünschte ein schönes Wochenende.

 

Der Heimweg kam uns kurz vor und zu Hause setzten wir uns erst einmal an den in der Sonne stehenden Tisch in der Küche und aßen zu Mittag. - Interessant, obwohl wir genug Äpfel gegessen hatten und unsere Mägen auch noch als "voll" empfanden, waren wir eine halbe Stunde nach dem Verzehr hungrig. - Also aßen wir etwas, spielten danach Scrabble und ich löste hinterher ein paar Sudokos, schaute ins Bärbel-Mohr-Forum, wollte hier nicht verstehen, wie manche Menschen auf tiefgründige Gedanken so wenig eingehen und eher oberflächlich abwerten, guckte mir die Statitistik meiner Homepage und meines Forums an und beschloss nicht mehr lange im BM-Forum zu verkehren. Mals ehen, wann und ob ich es umsetze. schlielich ist es auch immer wieder eine schöne Übung. Ich erlebe etwas, was ich nicht erwartet habe und kann mich darin üben ruhig und freudig zu bleiben.

 

Am Abend entschied sich Beate spontan zu einer dieser so genannten Partys zu gehen, während derer Dinge verkauft werden. Schon wieder fühlte ich mich schlagartig unwohl. Ich wünscht eihr trotzdem viel Spaß. sie fühlte, was in mir vorging und sagte sofort, dass sie wohl schnell wieder da sein würde, woraufhin ich ihr sagte, dass sie bitte so lange bleiben solle, wie sie sich wohl fühlt. Schließlich sind meine Gefühle meine Sache und ich habe zu lernen, mich wohl zu fühlen. Auch dann, wenn ich erlebe, dass andere ausgehen und ich für mich keine Möglichkeit hierfür erkenne.

 

Ich setzte mich ins Wohnzimmer und fühlte mich weiter unwohl. Lesen und spielen wollte ich nicht. Fernsehen eigentlich auch nicht, aber alles das, was ich wollte, meinte ich nicht machen zu können. Schlußendlich sah ich fern und verbrachte ein paar unbefriedigende Stunden vor dem Fernseher.

 

Immer wierder fragte ich mich, was ich machen könnte, um meine Laune aufzubessern. Aber mir fiel nichts ein. Nicht einmal die Überkreuzhaltung, die ich anderen in solchen Situationen empfehle, weil sich mit ihr Gefühle an- und ausschalten lassen, wie mit einem Lichtschalter. Offensichtlich war es für mich an der Zeit, dass ich mich andauernder so fühlte, wie ich es tat.

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