Andere verurteilen oder soziale Verantwortung übernehmen?


Guten Morgen!

 

Steuern zu bezahlen ist eine Form sich seiner sozialen Verantwortung zu stellen. Doch, Hand auf´s Herz, erkennst du das so oder schaust du lieber, wo du das Zahlen von Steuern umgehen kannst?

 

Auch dank der Steuern leben wir in einem Land, in dem die Menschenrechte weitestgehend gelten, in dem weitestgehend Frieden herrscht und in dem ein vorzeigefähiges (ja, auch optimierbares) soziales Auzffangnetz besteht. 

 

Soziale Leistungen...

 

"Ich arbeite hart und soll dann die unterstützen, die zu faul sind, ihr Geld zu verdienen?"

 

Nein, du sollst es (noch) nicht. Du hast (noch) die freiwillige Möglichkeit von deinem Einkommen einen Teil für die abzugeben, die nicht von ihrer Hände Arbeit leben können. Über das Bezahlen von Stuern und auch darüber hinaus.

 

Doch was soll die Frage? Wieso hören wir sie so oft? Glaubst du, nur du bist ein ehrbarer Mensch, der arbeitsam ist? Kennst du irgendeinen so genannten Sozialschmarotzer persönlich?

 

Ich habe ein paar kennengelernt, die so bezeichnet wurden. Ich selber bin so bezeichnet worden. Und die derer, die als Sozialschmarotzer galten, ist nicht die andere ausznutzen, sondern ein unterdurchschnittliches Selbstbewusstsein. Die Motivation hinter dem, was andere Schmarotzen nennen ist im Wesentlichen die, dass sich der Mensch auf der Suche nach sich selbst noch nicht gefunden hat.

 

 

Wenn wir soziales Schmarotzertum reduzieren möchten, kann es dann sinnvoll sein, denen, die dank ihres Verhaltens scheinbar zu dieser Beurteilung beitragen, zu helfen sich selbst zu finden? 

 

Wer sich selber gefunden hat, wer sich selber Wert schätzt, der wird immer darauf achten, dass er mehr gibt, als vormals.

 

Glaubst du, dass nur wenige ehrbar und arbeitsam sind? Glaubst du, dass es überhaupt Mesnchen gibt, die nicht ehrbar und arbeitsam sind?

 

Ich denke, dass wir alle ehrbar und arbeitsam sind. Und ich glaube, dass andere das dann erleben können, wenn die, welche sich Heute noch asozial zu verhalten scheinen, die Möglichkeit erhalten, sich sozial verhalten und sich gleichzeitig wohl fühlen zu können.

 

Jeder Mensch tickt im Grunde sozial! Selbst die Mafia hat einen Ehrenkodex. Selbst Adolf Hitler hat geliebt und zumindest seine Frau und seinen Hund sozial behandelt.

 

So funktionieren wir alle. Wir alle lassen andere an unserer Liebe, an unserem Vermögen, an unserer Kraft, eben an unserem sozialen Anteil teilhaben. Die einen mehr, die anderen weniger.

 

Das hängt davon ab, als wie wertvoll wir uns erleben. Und das setzt voraus, dass wir uns als geachtet erleben.

 

Sozial aktiv zu sein hängt, neben dem Selbstbewusstsein, oftmals auch vom eigenen finanziellen Vermögen ab. Erst, wenn ich vermögend genug bin, um nicht mehr von meiner Hände Arbeit leben zu müssen, kann ich ausschließlich sozial aktiv sein. Erst, wenn ich genug zu Essen und ein Dach über den Kopf habe, werden viele Menschen sozialer aktiv.

 

 

Glaubst du wirklich, dass nur die Ladys und Gentlemen der Charity so umfassend sozial aktiv sein wollen? Ich sehe das anders:

 

Ich denke es gibt viel mehr Frauen und auch Männer, die sozial aktiv sein wollen, aber eben keine Möglichkeit sehen, dies zu tun, ohne in finanzielle oder lebensqualitative Bedrängnis zu kommen.

 

Doch sozial aktiv sein zu wollen ist ein menschlisches Bedürfnis, dass in jedem von uns tickt. Jeder Mensch übernimmt, zumindest immer mal wieder, irgendwo soziale Verantwortung. Auch der, den wir als faul oder böse erleben.

 

 

Wieso möchten Menschen weniger Steuern zahlen? Weil sie den Eindruck haben, dass sie selbst nicht genug haben.

 

Wieso möchten Menschen andere Menschen nicht (noch mehr) vom eigenen Einkommen profitieren lassen? Weil sie den Eindruck haben, dass sie selbst nicht genug haben.

 

Wann beurteile ich andere als faul, böse oder schlecht? Wenn mein eigenes Selbstbewusstsein zu gering ausgebildet ist.

 

  

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