Guten Morgen!
Und doch wenden wir diese Einsicht, wie alles andere auch, nur auf die Bereiche an, in denen wir es anwenden wollen.
Wie sonst ist es zu erklären, dass nur relativ wenig Menschen sozial oder politisch aktiv, oder auch nur politisch interessiert sind und so viele denen nicht helfen, denen sie helfen könnten?
Unzufriedenheit? Ja, durchaus auch eine scheinbare Antwort. Doch die oben benannten Mesnchen drücken sie interessanter Weise in Aspekten aus, durch die sie faktisch keine direkte Veränderung herbei führen. Und das macht keinen Sinn! Wenn ich Veränderung haben möchte, kann ich diese nur durch die entsprechenden Gedanken und Aktivitäten erschaffen!
Passivität bringt keine Veränderungen! Wenn nicht du, wer dann? Wenn nicht jetz, wann dann? Wenn nicht hier, wo dann?
Wo sind die friedlichen Demos, die darauf hinweisen, was uns wichtig ist? Wo sind die Taten, die schon im Kleinen aufzeigen, dass uns friedvolles Miteinander wichtig ist?
Da sagen viele, dass sie für Frieden sind und streiten sich schon mit ihren Lieben und mit den Nachbarn! wir sind ein Volk der Prozessierer! Wo auf der Welt werden mehr Gerichtsverfahren geführt?
Und worum geht es bei diesen Verfahren? Darum, dass wir für den Frieden eintreten? Nein! Es geht um Stolz und vermeintliche Gerechtigkeit! - Ein friedvolles Miteinander sieht anders.
Wenn manche ein höheres Arbeitsentgeld haben möchten, dann finden sie sich noch zusammen, protestieren und streiken. Doch ist das friedvoll?
Ist es friedvoll, während Verhandlungen oder Ränkezügen sich anzuschreien und zu beschimpfen? Ist es wirklich der Fireden, der uns hierbei motiviert? Es ist das Ego. Es ist der Neid. Es ist die Frustration.
Wieso demonstrieren so wenig für das Wohl anderer? Wieso demonstrieren nicht mehr für Bildung? Wieso demonstrieren nicht mehr für Frieden? - Weil sie den Zustand, den sie erleben als zufriedenstellend annehmen, in dem sie nicht genug für einen anderen Zustand machen.
Sind wir wirklich so bequem, so leicht zufrieden zu stellen? Reciht es uns wirlich aus, dass wir hier keinen Krieg und keine Aufstände haben, dass wir uns faktisch mit dem "Friedenszustand", den wir in uns, innerhalb unserer eigenen Beziehungen und innerhalb unseres Landes, innerhalb der Beziehungen unseres Vaterlandes zu anderen Ländern, geschweige denn mit dem Gegenteil des Friedens in 50 Ländern weltweit, in denen es noch Krieg gibt, abgeben?
Wir meckern, scheinbar in großer Zahl, gegen die Kriegsmotivation des noch amtierenden Präsidenten der USA. Wir vermuten wirtschaftliche Interessen, an Stelle von friedvollen Absichten.
Wir meckern, scheinbar in großer Zahl, gegen die Sponsoren von Olympia 2008 oder anderen Firmen, die in China investieren und scheuen uns nicht, sie als unmoralisch darzustellen.
Wir meckern, scheinbar in großer Zahl, über Menschen unter uns, die Ausländer anfeinden.
Wir meckern, scheinbar in großer Zahl, dass wir mehrheitlich noch immer unser Klima, unsere Umwelt zerstören.
Und doch heißen wir faktisch doch überwiegend das gut, über das wir so oft meckern, in dem wir an uns selber, wenn überhaupt, bewusst nur wenig verändern. Oder was tust du, um vermehrt Frieden und Liebe auszudrücken?
Arbeitst du auch daran, deine Konflitke ab sofort friedvoller auszutragen? Für wessen Wohl setzt du dich friedvoll ein?
In dem wir uns nicht weiter animieren, um für das einzustehen, was uns wichtig ist und in dem wir das was ist, weiterhin so existieren lassen, ohne uns vermehrt dem zuzuwenden und das zu erschaffen, was wir erleben wollen, drücken wir aus, dass es uns so recht ist, wie es ist.
So lange wir nicht die Verantwortung für unser Denken und Fühlen nicht in die Handlung umsetzen; so lange wir unsere Macht an die abgeben, die sich für ihre Einstellung so einsetzen, dass wir alle sie als real erleben, so lange wird nicht viel mehr Frieden auf der Erde regieren. so lange werden wir uns noch im unachtsamen Streit auseinander, als im achtsamen Austausch miteinander- und zueinandersetzen.
"Auseinandersetzen." Unsere Wortwahl zeigt doch schon unsere Motivation! Weg vom anderen! "Streiten" und "Kämpfen" an Stelle von "friedvoll einsetzen" und "vorleben".