Guten Morgen!
"Wir lösen unsere Probleme nicht mit den gleichen mitteln, mit denen wir sie erschaffen haben"
"Flucht macht keinen Sinn, denn du nimmst dich selbst, deine innerern Strukturen, die die deine Erlebnisse bestimmen, immer mit."
Es ist IN. BIO und ÖKO, meine ich. Es ist hipp sich als achtsam und bewusst darzustellen.
Doch wer nur das Produkt wechselt, wird den tieferen Sinn nicht begreifen, schon bald wieder out sein, obwohl er BIO und ÖKO vorlebt.
BIO und ÖKO ist sinnvoller, wenn es als Lebensmaxime erkannt wird.
Was nutzt es der Natur, wenn du BIO kaufst, aber einem Q7 fährst, um deinen Einkauf zu erledigen?
Was nutzt es, wenn du ÖKO zeigst, in dem du kein Auto fährst, dich aber dank Tabak-, Alkohol- oder sontigem Drogenkonsum oder mit konservativ produzierten Lebensmitteln (die anch neuesten Erkenntnissen 200 (!) mal belasteter sind, als Bio-Produkte) selber schwächst?
Was nutzt es, wenn du dein Unternehmen als ökologisch darstellst, aber eine Hierarschie lebst, die der Nachhaltigkeit, der freien Entfaltung und dem Wohl deiner Angestellten und Kollegen zuwieder ist?
Was nutzt es, wenn du im Alltag Nachhaltigkeit vorlebst, aber für den Urlaub auf die Malediven oder nach Mallorca fliegst und keinen ökologischen Ausgleich dafür bezahlst?
Was nutzt es, wenn du ÖKO und BIO hochhältst, deine Immobilien, Autos und andere Produkte aber zu teuer verkaufst obwohl du nicht optimal auf Basis von ÖKO und BIO sanierst, produzierst und damit sehr wenig dazu beiträgst, dass auch deine Mieter und die Käufer deiner Produkte, einfacher und freudvoll nachhaltig leben können?
Wir leben zur Zeit in einer Mietwohnung eines sehr netten Vermieters. Darüber sind wir froh. - Doch wie bekommen wir ihm vermittelt, dass die Art, wie er sein Haus "saniert" hat, eine ökologische Katastrophe ist? Er ist diesen Dingen nicht gerade aufgeschlossen, wie uns scheint.
Neue Kleidung und Möbel möchten wir uns kaufen. Natürlich kommen nur solche in Betracht, deren Rohstoffe biologisch angebaut oder ökologisch abgebaut (all jene, die beim Anbau oder Abbau des Rohstoffes beschäftigt sind, werden fair bezahlt), nur ökologisch produziert (der Unternehmer und der Arbeitnehmer fair bezahlt), ökologisch transportiert (auch hier der Unternehmer und Arbeitnehmer fair bezahlt), gelagert (in einem Gebäude, dass wenig Energie verzehrt, möglichst klimaneutral gebaut und unterhalten wird)und verkauft (fiaeres Endgelt für Unternehmer und Angestellte) werden.
Ich kann nachvollziehen und erachte es als sinnvoll, dass die Produkte, die wie von mir erwartet produziert werden teurer, sogar wesentlich teurer sind, als herkömmlich produzierte Produkte.
Es ist eben so, dass wir dazu manchmal weitaus mehr Geld brauchen, als wir aktuell haben!
Macht es da Sinn, dass ich mir den Standard leiste, den ich mir mit konventionellem Denken und Handeln erarbeitet habe, wenn ich ab sofort auf Nachhaltigkeit wert lege? NEIN. - Und das ist für mich auch absolut in Ordnung.
Ich brauche keinen Q7, um Fahrfreude und ich als Macher zu erleben.
Ich brauche keine Drogen, um mich wohl zu fühlen.
Ich brauche keine Machtposition, um mich mir selbst und anderen gegenüber zu beweisen.
Ich brauche keinen billigen Flug in den Urlaub, weil ich mit weniger zufrieden bin.
Und ich produziere nichts, was der Nachhaltigkeit widerspricht.
Die nächste Wohnung wird in einem Niedrigenergie- oder Passivhaus sein.