Der Wandel und die Tradition


Guten Morgen!

 

Würden wir der Veränderung offener begegnen, wir fänden viel schneller Lösungen für gegenwärtige Aufgaben.

Ja, das Festhalten an Altem, Traditionellem hat auch etwas Schönes. Ich erfreue mich an alten Gebäuden und andere erfreuen sich an den Dingen in Museen. Viel erfreuen sich bei dem Gedanken an frühere Zeiten.

Im täglichen Ablauf erleben wir es mitunter auch, dass wir lieber am Althergebrachten festhalten, als uns zu verändern. Dinge wie gewohnt zu machen, bedeutet oftmals, dass wir routiniert handeln und wir sie so mit für uns unerheblicherem Aufwand abwickeln, als wenn wir uns eines anderen Ablaufes annehmen würden. Zumindest das Umdenken und Umlernen entfällt, wenn wir althergebracht gandeln.

Als ich die Schule beendet habe, wurde in den Betrieben, in denen meine Klassenkameraden und ich unsere Ausbildung begannen, noch oft gesagt "Das war schon immer so und das wird auch so bleiben!"

Oft habe ich erlebt, dass mir jemand sagte: "Glaubst du eigentlich, du weißt alles besser? Du bist gerade ein paar Tage / Wochen hier und schon meinst du es besser zunwissen, als ich? Meinst du, ich kann meinen Job nicht machen? Wieso bin ich dann in der Position, in der ich bin? wieso bin ich dann dein Vorgesetzter?"

 



Das Selbstbewusstsein und das Ego


Diese Aussagen stammen, meiner Erfahrung nach, prinzipiell von Menschen die entweder ein wenig hilfreiches Selbstbewusstsein oder ein ebenso wenig hilfreiches Ego füttern oder gar beide mästen.

Sicher habe ich mit manchen Eindrücken daneben gelegen. Doch wie hilfreich ist es, einem engagierten Mitarbeiter so auf die Füße zu steigen? Was könnte hilfreicher sein? Gemeinsamkeiten finden? Das finden, wieso er sich mitteilt? Ihn unterstützen?

 

 

Die Wand und die Beule am Kopf

 

Interessanter Weise scheinen die einen von uns so konditioniert zu sein, dass sie lieber immer wieder und zunehmend stärker gegen die Wand anrennen und von ihr abprallen, gegen die sie bereits zumindest schon einmal geprallt sind. Auf die Art ziehen sie sich immer gravierendere Verletzungen zu und ersparen sich eine Veränderung. Manchmal bringt diese Vorgehensweise auch eine Lösung. Doch ist ein Denken und Handeln nach diesem Prinzip immer lösungsorientiert?

Andere gehen anders, meines Erachtens nach hilfreicher konditioniert, vor. Sie betrachten ihr Ziel, das Ergebnis ihres Herangehens an das Ziel und finden eine andere Möglichkeit. Sie rieben sich demnach vielleicht sinnbildlich den Kopf, verblieben eine Weile in der Reflektion, bevor sie beispielsweise so weit von der Wand oder an ihr entlang ginen, bis sie einen schwächeren Mauerteil, eine Türe oder das Ende der Mauer fanden und kamen, evtl. durch einen Umweg, auf jeden Fall ohne weiteren Schaden durch Abprall von der Wand, voran.

Nun haben sicher beide Vorgehensweisen ihren Vorteil. Daher macht es für mich Sinn, mich jeweils zu fragen, ob ich einen gewaltsamen Weg oder ob ich den Weg des geringeren ode gar geringsten Widerstandes nehmen und die jeweiligen Folgen daraus tragen möchte.

 

 

Die Angst und die Relation


Meine Entscheidung wird klassisch auch dank der verschiedensten Angstgefühle geprägt sein. Diese sind abhängig von der Relation.

Bin ich in einem Betrieb und ich habe parallel zu einem Kollegen die Aufgabe eine Lösung zu finden, kann ich mir gut vorstellen, wenn eine gemeinsame Herangehensweise nicht erwünscht ist, dass ich, aufgrund meines Ego und meiner Selbstbewusstseinsprägung von damals auch so manches Mal den schnellen Weg mit Schmerz gewählt hätte, als den langsamen zu nehmen. In der Tat habe ich oft so gehandelt.

Auf dem Weg des Reflektierens und des Umschauens nach einer anderen Herangehensweise, so dachte ich, könnte mir die Schmach des Feiglings und des zweiten Siegers winken. Beides Ergebnisse, die ich früher lieber nicht erleben wollte.

 

 

Die Weisheit und die Vergänglichkeit

 

Heute gehe ich die Dinge oftmals anders an. Sicherlich ist dies auch davon abhängig, dass ich meinen Körper heute wesentlich höher achte, als früher. Ich achte vermehrt darauf, ihn gesund zu erhalten. Daher laufe ich eher seltener vor die Wand, sondern überlege, das Risiko eingehend, dass mir jemand zuvorkommen kann, bevor ich mir in blindem Aktionismus Schaden zufüge.

Da ich ein gesünderes Selbstbewussstein entwickelt habe, ist es mir nicht mehr wichtig der Erste zu sein. Dank meines Selbstbewusstseins bin ich heute auch gerne bereit gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

 

Sozialverhalten und Lösungsfindung


Manchmal ist es mir auch schon egal geworden, ob es erkennbar ist, dass ich an der Lösung, bzw. an einem Projekt beiteiligt war. Mir ist es viel wichtiger geworden an sozialen Dingen mitzuwirken und sie zu realisieren, als mein Ego eher monetär zu füttern.


Das Alternative Gesundheits- & Bewussstseinszentrum KletterKubus ist ein Projekt, welches exakt aus deisem Ansatz heraus entstehen wird. Ich habe eine soziale Idee, die darin ufert, dass ein Unternehmen entsteht, welches seinen Kunden und Mitarbeitern, anstatt sie auszubeuten und fallen zu lassen, wenn es aus Gründen des Profites sinnvoll erscheint, sie auf eine Weise anspricht, die ihre soziale Ader weckt und diese Menschen sich in einer Form einbringen lässt, wie sie es unter Umständen noch nicht zuvor gemacht haben. Erfolgsorientiert eben, offen, frei. Im Gegenzug wird jeder am Gesamtumsatz beteiligt under erhält Hilfe auch bei privaten Aufgaben. Privat und Beruf gehören zusammen. Sie sind das Yin und Jang unseres Alltags. So viel habe ich begriffen.


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