Guten Morgen!
Heute habe ich wieder erlebt, wie aufschlussreich es sein kann Vergleiche anzustellen.
Auf einer der Seiten der Internet-Plattform Utopia wurde über jemanden geschrieben, der als Drittwagen einen SMART fährt und ich glaubte, dass der Autor sich zugleich darüber ausließ, dass das zwar so weit so schön ist, doch dass die anderen Wagen Spritfresser sind.
Welches Ziel ist von mir erreicht worden?
Unter anderem ist mir, Dank meiner offenen mit mir selbst reflektierenden Einstellung bewusst geworden, dass ich meinte, dass der Autor einen sinnvollen Aspekt, nämlich einen SMARt zu fahren, in den Dreck gezogen hat.
Hat er das auch getan? Und wieso meinte ich, dass er es getan hätte?
Weil ich so eingestellt bin, dass ich erwarte, dass andere (hier der Autor) so funktionieren.
Nun habe ich die Möglichkeit über den Autor und die Anderen zu schreiben, was ich zuerst tat, oder ich schreibe über mich, was ich nun tue.
Erst einmal finde ich es absolut in Ordnung, dass jemand einen Spritfresser fährt. So oder so trägt auch er damit zum Wandel bei. - doch darum geht es hier nicht mehr.
Zweitens denke ich, dass es mehr Sinn macht, sich zu fragen, wie ich selbst ticke, bevor ich über andere schreibe und ihr Verhalten kritisiere.
Wer andere kritisiert, kritisiert sich selbst
Da ich meine, dass alles, was ich erlebe / was mir bewusst wird auch ein Spiegel meiner eigenen Strukturen, meiner Meinung ist, ziehe ich diesen Rückschluss.
Ich denke und spreche somit unbewusst auch immer über mich, wenn ich über andere denke, rede oder schreibe.
Wie meine unterbewusste Einstellung faktisch ist, erlebe ich an Hand meiner Gefühle.
Fühle ich mich wohl, bei dem was ich erlebe, gehe ich auch unbewusst konform mit der Struktur der anderen mit denen (dank derer) ich das erlebe, womit ich mich gerade beschäftige.
Fühle ich mich dabei unwohl, glaube ich, dass ich mit dem, was ich erlebe im Konflikt stehe. Und zwar in mir selbst. In meinem Unterbewusstsein. Es sind letztlich auch meine unterbewussten eigenen Ansichten zu dem, was ich erlebe, die den Konflikt hervorrufen.
Meine Gefühle sind also die Aussage darüber, womit ich in mir, in meinem Bewusstsein (Unterbewusstsein/Bewusstsein) im Konflikt liege und dank meiner Erlebnisse wird mir dies gespiegelt.
Wie erziele ich demnach maximale Nachhaltigkeit?
Wer Nachhaltigkeit maximal erreichen will, erschafft sie meines Erachtens eher, so er anderen auf Augenhöhe und achtsam begegnet; seine Meinung über andere mit denen über sich selbst reflektiert und sich klar wird, dass, wenn er sich aufregt, er sich über sich selbst aufregt.
Wenn ich also meine, dass andere jemanden oder etwas in den Schmutz ziehen, dann erlebe ich gerade meine Interpretation eines Sachverhaltes. Dann erlebe ich gerade, dass ich das selber (unbewusst?) mache und damit im Konflikt zu meiner Meinung über mich selbst stehe.
In meinem heutigen Erlebnis einfach nachvollziehbar:
Ich glaube der Autor zieht die Leistung desjenigen in den Schmutz, der als Drittwagen einen SMARt hat.
Damit ziehe ich den Autor selbst in den Schmutz, weil ich ihm diese Absicht unterstelle.
Damit ziehe ich ihn in den Schmutz, weil ich durch meine Kritik eine, oftmals unbewusste Programmierung, auslebe, mit der ich mich selbst und auch andere in unvorteilhaftem Licht darstelle(n will).
Was ist die Lösung?
Bevor ich meiner Bewertung Raum gebe, was ich heute morgen mit einem Kommentar voreilig gemacht habe, kann ich den Dialog finden.
Ich kann mit mir in den Dialog gehen, wie ich es vorab beschrieben habe und erkennen, dass es mir nicht um den anderen gehen muss, sondern dass ich dank des anderen auch über mich selbst nachdenken kann.
Und ich kann mit dem Autor in den Dialog treten und ihn fragen, ob er den anderen mit seiner Schreiberei in den Dreck ziehen wollte.
Ökologie wird oftmals in der Relation Mensch zur Natur gesehen
Raubbau wird oftmals bei den anderen festgestellt. Auch von mir. Das ist typisch Mensch. Er definiert sich von Zeit zu Zeit als Gut, in dem er andere als schlecht darstellt. Das ist unökologisch, da es Raubbau an sich selbst und am Bild des Anderen ist.