Guten Morgen!
Ich antwortete ihm, als er mir dies vor ein paar Monaten sagte: "Ich verstehe dich also richtig, wenn ich sage, dass du nur so wenig unzufrieden bist, dass du lieber damit zufrieden bist was du hast?" Und er antwortete lächelnd mit einem "Ja, so kannst du das auch sagen."
Bevor nun der Eindruck aufkommt, dass ich über meinen Vater lästern will:
Ich achte meinen Vater und bin der Meinung, dass er eine authentische Aussage getroffen hat, die der Meinung von Milliardenb von Menschen, mindetsens aber Millionen von Deutscher, oder wenigtsens die Meinung der Mehrheit der Deutschen, entspricht.
Wer nicht bewusst das verändert, was ihn stört, der ist schlussendlich damit zufrieden wie es ist.
Unabhängig davon, ob er es so annimmt.
Angst dürfte hier mehrheitlich zum Widerspruch. "Nein, also so kannst du das nicht sehen. Was soll ich schon daran ändern? Die Gesellschaft, der politische und wirtschaftliche Druck..."
Ja, das kannst du so sehen. Doch bringt dich diese Sicht dahin, dass du dich selbst als zufriedener erlebst?
Wie wäre es mit dem Ansatz, diese Gedanken anzunehmen und umzusetzen? Du bist der Einzelne, der sehr wohl etwas verändern kann! Wenn du deinen Glauben, deine Prioritäten, deine Gedanken veränderst, trägst du damit dazu bei, dass du leichter dein Verhalten verändern kannst und das dies auch für andere gilt. Schlag eine Schneise in den Dschungel, damit dir andereeinfacher folgen können. Achte darauf, dass diese Schneise möglichst vielen/vielem von Nutzen ist.
Wie wäre es mit dem Ansatz, dass Druck nur in einem Menschen entsteht, weil seine Einschätzung der Umstände in ihm selbst das Gefühl des Drucks erzeugt?
Andere Ärgern dich? Ist es nicht vielmehr das Verhalten der anderen, das dich ärgert? Oder ist es, noch weiter gedacht, nicht sogar nur deine Einschätzung, deine Beurteilung des Verhalten der anderen, die in dir dieses Unwohlsein verursacht?
Willst du leiber weiter an Dinge glauben, die dir bisher Unwohlsein verursachen oder willst du Einstellungen annehmen, mit denen du mehr Wohlgefühl, fpür dich und für andere, erleben kannst?
Wie wäre es mit dem Ansatz, endlich einmal so tiefgeifende, bzw. in die Richtung gehende Veränderungen im eigenen Glaubenssystem vorzunehmen, dass daraus auch die Veränderungen erlebt werden kann, die du erleben willst?
Die Kirche
Die Erlebnisse mit der Katholische Kirche zur Zeit sind für mich ein ideales Beispiel. Da werden Menschen wieder in die Kirche aufgenommen, die andere Menschen - außerhalb ihres eigenen GLAUBENSSYSTEMS - als ungläubig, als unwürdig ansehen, die Vergangenheit anders darstellen, als es gewollt ist, damit dazu beitragen, dass sich der katholische Glaube wieder abspaltetet und die Kirche noch mehr Anhänger verliert und die Masse reagiert mit Verwunderung.
Entweder handeln die kirchlichen Strategen intellligent, weil sie wissen, dass es in der Zeit der Not bequemer ist andere als schuldig und sich selbst als Opfer darzustellen - Die NSDAP, der zweite Weltkrieg, die Neonazis weltweit und noch vieles andere zeigt dies auf - oder sie rennen gerade in ihr eigenes Messer.
Wieso macht der Papst so etwas?
Weil die Kirche eine Sekte ist wie jede andere auch. Sie ist es auch schon immer gewesen, da auch bei ihr mehr Geld gehortet, nach oben kanalisiert wurde und weitaus weniger für die Basis getan wurde, als es möglich gewesen wäre.
Die Katholische Kirche ist um keinen Deut besser, als andere Sekten oder Religionen die sich selbst als Gutmensch und andere als Schuldige sehen.
Die Kirche ist unser Spigel, an dem wir erkennen können, dass wir genau so funktionieren. Zumindest dann, wenn wir mit Unwohlsein reagieren. Dann nähmlich gibt es Denk- oder Verhaltensweisen von uns selbst, die wir uns noch nicht eingestehen können, weil wir nicht entsprechend dorthin blicken.
Zu diesem Verhalten tragen die Schafe, wie die katholische Kirche ihre Gläubigen meiner Meinung nach trefflich nennt, bei, in dem sie nicht die tatsächlichen Ziele der Sektierer wahr haben, sondern lieber den hochgehaltenen fadenscheinigen Zielen leichtgläubig glauben (wollten) wollen.
Nun zeigt Ratzinger eindeutig auf, worum es ihm geht und alle Welt äußert sich in Verwunderung. Handelt er gar authentisch? Schau doch einmal in die Richtung, aus der sich dieser Schluss ergibt. Ratzinger authentisch?
Vielleicht weil er ehrlicher ist, als die Mehrzahl der heutigen politischen und religiösen Führer? Er bekennt sich durch seine Handlungen zum Erzkonservativismus - So, wie du auch lieber das Eine oder Andere beim Alten belassen willst. - und die Mehrheit fragt noch immer, ob er es wirklich so meint?
Haben denn die, die diese Mehrheit bilden, nie das Buch "Biedermeier und die Brandstifter" gelesen? Oder haben sie die darin erklärte Struktur des Brandstifters lieber als eine Struktur der anderen und für sichs elbst unzutreffend abgelehnt?
Schule bildet nicht nur Ja-Sagende Sklaven aus. Durch die Schule kann auch gelernt werden:
Wir alle sind Biedermeier! Irgendwo.
Wir alle haben Bereiche, in denen wir uns das was wir erleben lieber als "Das kann doch nicht sein..." hochhalten und dadurch weiterhin Leid entstehen lassen. Ein Leid, welches gebraucht wird, damit endlich Veränderung eintritt.
Wahrscheinlich machen wir das alle sogar aus dem gleichen Grund: Wenn wir das, was wir lieber nicht glauben wollen, als die Wahrheit annehmen würden, wären wir gezwungen zu erkennen, dass jeder Einzelne etwas ändern kann. Zusätzlich bedingt ein darauf aufbauendes Denken und Handeln dann noch des Mutes, sich dem Urteil anderer zu stellen und evtl. sogar dem Fakt sich geirrt haben zu können.