Business-Lounge Bielefeld


Guten Morgen!

 

Gestern abend fand das erste Treffen der Business-Lounge Bielefeld statt. 

 

Jahre zuvor hatte ich an einem ähnlich benannten Treffen in Bielfeld teilgenommen. Hier stand das Networking im Mittelpunkt. Also war alles darauf ausgerichtet den Teilnehmern neue Kontakte zu ermöglichen. Dementsprechend gab es eine Pinwand, an der Steckbriefe der Teilnehmer angebracht waren, zu denen Werbematerial von dem versteckbrieften Teilnehmer beigefügt und von jedem interessierten Teilnehmer entnommen werden konnte.

 

Das Ganze fand im Maritim-Hotel statt. Für mein Ego toll. Für mein Selbstbewusstsein nicht.

 

Damals gab es einen Einführungsvortrag und viel Zeit für Gespräche. Es hat mir nicht gefallen. das mag an mir gelgen haben. doch fühlte ich mich nicht als Mensch angenommen, sondern als Wirtschaftsfaktor. Sicherlich auch deswegen, weil ich bewusst genau so dachte, aber mich unterbwusst als anders angenommen wünschte.Inkongruenz. Mangel an Authentizität. Große Themen mit Tragweite.

 

Demnach habe ich keinen Nutzen für mich gefunden und wollte schnell wieder "nur raus hier". Wobei ich schätze, dass ich mit der Situaion auch deswegen nicht hilfreicher umgegangen bin, weil mein Ego noch reichlich zu groß und mein Selbstbewusstsein entsprechend klein war.

 

Gestern abend lief das anders ab. Manfred hatte eingeladen und sechs Interessierte waren gekommen. Ein Künstler, eine Dame aus dem Bereich Pharmazie, ein Ehepaar aus dem Bereich Krankenhaus-Verwaltung (Ups! - Ich hab nur Daniela gefragt, wa sie macht.), Annegret, die ich hier freudig persönlich kennen lernen konnte (ich kenne sie von einer Verlagsanfrage) und meiner einer Persönlichkeit. Ebenfalls anwesend war ein Geschäftspartner von Manfred, Lior, der wie Manfred auch Geschäftsleute (ich nehme an, dass er, auf den Tätigkeitsschwerpunkt bezogen, eher keine Privatpersonen coacht?) berät.

 

Das Entré empfand ich als angenehm. Die Räumlichkeiten sagen mir voll zu. Vortragsraum mit viel Pflanzen, Stühle im 70er-Jahre Retro-Stil, hervorragende Präsentationsmöglichkeiten. Ein Nebenraum, in dem das leibliche Wohl in Form der Zurverfügungstellung von Getränken und Snacks geachtet wurde und in dem genug Platz ist, um sich im kleinen Kreis auszutauschen. Es ging (unerwartet, da OWL?) locker und fröhlich zu. Jeder kam hier jedem ins Gespräch. Und saubere und warme (der Hintern freut sich) Toiletten (Ok, den Spiegel mit seinem Horrortitelblatt habe ich schnell aus meinem Sichtfeld entfernt).

 

Natürlich gab es ein Veranstaltungsthema. Ich fragte Lior und Manfred nach dem dahiner verborgenen Grund der Veranstaltung. "Bekannt werden." War die ehrliche Antwort. "Menschen zusammentreffen lassen" und "Fremdvorträge" anbieten" waren weitere Antworten. - Das gefällt mir. Ehrlichkeit.

 

Kein Info-Board also auf dem steht wer wer ist, aber vielleicht kommt das ja noch. Andererseits hat es mir wesentlich besser gefallen, dass kein Board da war! So gab es in jedem Fall einen Grund mit jedem ins Gespräch zu kommen. Und anders als damals, wimmelte es hier nicht von Versicherungsfachleuten, Anlageberatern und Anwälten auf Kundenfang. - Ich fühlte mich wohl.

 

Dann begann Manfred mit seinem Vortrag. Da manche der einzelnen Aspekte mir geläufig waren, ein Beispiel folgte, um diese Aspekte zu druchleuchten, mach eich es, wie ich es früher in der Schule machte, wenn ich etwas begriffen hatte und es nun noch lang und ausführlich näher dargelegt wurde. Ich schaltete ab und klinke mich aus. Es mag von Vorteil sein, seine Zuhörer mehr mit einzubeziehen.

 

Auch wenn ich dem einen oder anderen Ansatz nicht zustimme, erkenne ich gerne an, dass andere Menschen anders denken und handeln und erlebe somit auch gerne, dass sie mit anderen Ansätzen erfolgreich sind.

 

Alles in allem hat Manfred eine tolle Arbeit hingelegt. Danke schön!

 

 

Etwas möchte ich außerdem noch hervor heben:

 

Es geht um die Struktur "SMART & Ö". Die einzelnen Buchstaben sind Abkürzungen für Schlagworte. Das "Ö" für Ökjologie, scheintmir, ist Manfreds persönliche Note.

 

SMARTsteht für, mal sehen, ob ich es zusammenbekomme:

S = Sinn

M = messbar

A = Achtsamkeit

R =   Wie ich feststelle habe ich nur einen Teil behalten. ;o)

 

Der mir wichtige Teil ist enthalten. Ich denke, dass viele die Zeit der Erneuerung als Krise erleben, weil sie immer auf messbare Ergebisse aus sind und diesemessbaren Ergebnisse miteiner veralteten Skalierung vornehmen.

 

Ethik, also Moral, also soziales und ökologisches Verhalten, lassen sich mit alten Skalen nicht messen. Sie sind sicherlich messbar. Aber evtl.nicht direkt.

 

Genau die unvorteilhaft ausgelegte - scheinbar gar nicht vorhandene - Ethik ist es, die meiner Meinung nach, wesentlich zu den heutigen weltweiten Umständen und SPÜRBAREN Verlusten beigetragen hat.

 

 

Ein weiterer, aus dem SMART & Ö-Aspekt heraus folgerichtiger Gedanke und von Untenrehmen eben auch gerne (nur) so angenommen, ist die Zielerreichung.

 

Anstatt das Ziel so genau wie möglich zu formulieren und nur evtl. einen groben Zeitkorridor vorzugeben, nutzen viele Unternehmer und Coaches noch Heute (weil so gewohnt und so erwartete?) straffe und exakte Marschbefehle mit ebenso exakt kalkulierten Zeitabläufen.

 

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