Wann funktionieren wir kreativ?


Guten Morgen!

 

Doch kenne ich keinen Künstler, der seine Werke unter Druck erschafft. Weder der Autor, noch der Maler, der Bildhauer oder wer auch immer. Alle Künstler, die ich kenne, erschaffen ohne Druck mehr.  Erleben sie Druck, bleibt der Kuß der Muse aus und es kann kein Feuer in der Glut der Kreativität geschmiedet werden.

 

 

Früher dachte ich bauch, ich bräuchte den Druck

Als ich im Akkord gearbeitet habe und überdurchschnittliche Leistungen erbrachte. Doch war das für mich, das weiß ich Heute, in einer Zeit nachdem ich Druck kennengelernt habe, kein Druck. Es war das Spiel: "Mal sehen, was ich schaffen kann.". Es war eine Herausforderung.

 

Daher wurde ich nach drei Monaten auch nicht übernommen. Denn wer sich in einem Spiel wähnt, entfaltet seine volle Kreativität. Mein Vorarbeiter sagte mir damals, dass er versucht hätte für mich eine Festanstellung herasuzuhandeln, doch erlebten die Gewerkschaften, dass Heißsporne wie ich, den Akkord "versauen" würden, und ein Leistungsdruck entstünde, den ältere Mitarbeiter nicht leisten könnten. Ich wurde entlassen.

 

 

Druck erleben gerade sehr viele von uns

Ob als Mitarbeiter der Adam Opel AG, ob als Hartz-IV-Empfänger ob als Geschäftsmann oder Privatperson. Wer erfährt, dass sein sozialer Standard in Gefahr ist, macht sich Druck damit, dass er interpretiert, das sei nun ein Zeitpunkt der Gefahr. - Ja, viele erleben nicht, dass der Druck selbstgemacht ist. Die meißten von den erwähnten Personen glauben weiterhin, der Druck käme von Außen. Doch das ist eine andere Baustelle. - Egal von wo der Druck letztlich kommt, jeder dieser Menschen erlebt, dass es nicht der Druck ist, der ihn kreativ macht.Vielmehr erleben die meißten Ohnmacht und Angst. Dass sind Druckzeichen. Und nicht  die Aufregung von "Whow! Hoch gelegt die Latte. Mal sehen, dass werd ich schon schaffen..."

 

 

Erst wenn ein Mensch sich mit den Begebenheiten abfindet, läßt er ab vom Druck und kann dann kreativ werden

Wer erlebt, dass er gerade dabei ist, sein Leben zu verlieren weil er den ihn anspringenden Löwen wahrnimmt, kann nicht mehr vorausschauend handeln. Denn für Voraussicht ist zur Zeit der Gefahr kein Platz. Wenn es um Leben oder Tod get, könne wir es uns nicht mehr leisten zu denken! Fallen lassen, wegrennen oder kämpfen ist nun gefragt. Unser Denken, das Abwägen von diesem oder jenem, ist viel zu langsam, als dass es uns in einer solchen Situation noch hülfe! Dafür hat die Natur den Power-Chip "Unterbewusstsein" entwickelt. Der ist wirklich schnell! 40 Millionen Bit pro Sekunde zu 40 Bit pro Sekunde beim bewussten Denken. Whow! 

 

Das Unterbweusstein ist allein deswegen so schnell, weil es eben das Denken umgeht und auf Antrainiertes zurückgreift, dass ohne zu denken abgespult wird.

 

Wenn die Angst regiert, wird das Bewusstsein vom Unterbeuwsstsein abgeschaltet. Wir bekommend as meißt erst hinterher mit, wenn wir uns erstaunt fragen "Wie hab eich diese Situation überhaupt gesund und lebend überstanden?"- Der Moment des Drucks ist die Zeit der Reflexe. Unterbewusste Programme (Flucht, Kamp, Totstellen) regieren dann.

 

 

Und wenn der Druck vorbei ist, dann wird das Bewusstsein erst wieder vom Unterbwusstsein eingeschaltet / zugelassen / erlaubt.

Stell dir Menschen vor, die unter Androhung des Todes gerade begreifen, dass tatsächlich ihr Leben oder das Leben ihrer  Lieben in Gefahr ist. Was meinst du, wann reagieren sie kreativer?  Wenn sie unter Druck erleben, ihnen also die Existenzangst im Nacken sitzt, oder wenn sie ihrer Gefühle Herr werden und sich der Hoffnung verschreiben und wieder überlegen können?

 

 

Wer seiner Hoffnung vertraut findet die Lösung

Ganz einfach deswegen, weil Hoffnung und Vertrauen eben das Gegenteil von Druck sind.

 

Allerdings, scheint mir, haben sich über diese Dinge noch zu wenig Menschen langanhaltend genug Gedanken gemacht. Daher glauben sie, sie funtionierten unter Druck am besten.Doch Druck ist erst dann vorhanden, wenn die Existenz auf dem Spiel steht.

 

 

Wir Weicheier  ;o)

Es ist mit dem Druck, wie mit dem Hunger. In unserer zivilisierten Welt glauben wir beides zu kennen. Doch die, die das wirklich noch kennengelernt haben, sterben gerade aus. Wir sind merhheitlich, was dieses Erleben von Existenzangst angeht "von Beruf Sohn/Tochter".

 

Wir, die Nachfolger, die niemals im Leben Druck und Hunger kennengelernt haben, glauben immer noch, dass wir wissen, was Druck und Hunger sind. Wir feiern uns, obwohl wir noch gar nicht erlebt haben, wozu wir fähig sind...

 

 

Meine Empfehlung:

Kündige deinen Job. Such dir keinen anderen. Steh kurz vor der Trennung, weil deine Frau meint du bringst es nicht mehr, steh kurz davor dein Hab und Gut zu verlieren und sei dann zusätzlich auch noch mittelmäßig krank (z.B.: Krebs im Anfangstadium).

 

Und nun lass vor deinem geistigen Auge diesen Film ablaufen:

Aus welchem Gefühl heraus machst du was? Im ersten Moment ist, unter dem Gefühl des Drucks, der Fluchtinstinkt, der Kampftrieb oder der "ich bin tot"-Trieb aktiv, oder? Ab wann bist du wieder handlungsfähig? Und ab wann bist du kreativ?

 

Wir alle sind kreativ, wenn der gößte Druck abgebaut ist. Dann, wenn wir in den Berich gekommen sind, dass die Panik abklingt, dass wir wieder zu Denken beginnen, dann sind wir nach und nach wieder kreativ. - Wenn du vorher schon gedacht hast, hast du selbst diese Situation nicht als Druck erlebt. 

 

 

Schau dir Menschen an, die wirklich unter Druck stehen

Menschen, die erleben, dass sie selbst Krebs im Endstadium haben; Menschen, die erlebe, dass ihre Lieben, die für sie der Lebensmittelpunkt sind, sterben oder sich von ihnen trennen möchten; Menschen die ihre Arbeit oder ihr Einkommen als Mittelpunkt erachten und erleben, dass das es in Gefahr ist und sie keine andere Möglichkeit erleben die Gefahr abzuwenden.

 

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