Egomanie als Schritt zum gesunden Egoismus


Moinsens!

 

96 Milliarden Stunden im Jahr werden in Deutschland im Ehrenamt geleistet. Dagegen stehen ungefähr nur halb so viele Stunden in der Erwerbsarbeit!

Das ist die Basis auf der ich meine Aussage im Leitartiekel aufbaue.

 

Zwar erlebe ich tatsächlich noch viele Menschen, die nicht erkennen, dass sie im Luxus leben und sich einen ökologischeren wie auch sozialeren Lebensstil leisten können, doch erlebe ich auch immer mehr Menschen, die sich immer okölogischer und sozialer einbringen.

 

Da sind neben den Einen, die meinen sie könnten sich nicht unter  ökologischeren und biologischeren Aspekten ernähren und regelmäßig in teuren Urlaubsorten wie Ägypten residieren und zum anderen jene, die begriffen haben, dass ein mehr in Sachen Ökologie und Sozialem für sie wichtiger ist, als ein mehr im Materiellen.

 

Schließlich gibt es auch noch jene, die faktisch so wenig Geld haben, dass sie sich keine Urlaube, manchmal nicht einmal mehr ein neue Produkte, bzw. eine Fotbildung leisten können. Doch selbst wenn diese Menschen sagen, sie haben nicht genug zu leben, so stimmt das faktisch nicht. Ich selbst war lang genug im Hartz-IV-Bezug und habe erfahren, dass ich der Meinung war nicht genug zum Leben zu haben. - Doch faktisch habe ich überlebt. Also wird es zum Leben wohl genug gewesen sein.

 

Selbstverständlich bin ich der Meinung, dass in einer Gesellschaft wie der unseren niemand so wenig Geld unter solchen Bedingungen erhalten braucht, wie es mit Hartz IV der Fall ist.

 

Vielmehr meine ich, dass jeder Bürger schon Heute ein bedingungsloses Grundeinkommen von ca. 500,00 € erhalten kann und, dass dieser Betrag schon Heute geleistet werden kann. Einfach so. Weil wir es uns als Gesellschaft leisten können.

 

 

Aber wollen wir das?

Ist es nicht weitaus sinnvoller lieber etwas für sich zu kaufen, als anderen etwas abzugeben? Kann nicht ich mehr wertschätzen, als die meißten anderen? Bin nicht ich vernünftiger, als die anderen? Würden die anderen nicht meine Großzügigkeit ausnützen?

 

Alles in allem hat Generosität viel mit dem Thema rund um das Ego zu tun. Brauchen wir das, was wir uns kaufen wollen wirklich? Brauchen wir als Volk eine Bundeswehr wie wir sie haben? Müssen wir das Geld dahin kanalisieren (lassen) wohin es durch uns kanalisiert wird?

 

 

Das Menschenbild

Menschen bild ist ein beflügeltes Wort der Moderne, wie mir scheint. Und tatsächlich hat es Tiefgang. Wußte ich früher kaum etwas mit diesem Wort anzufangen, weiß ich Heute um seine Bedeutung. So hängt meine rMeinung nach alles von dem Bild ab, dass sich jeder Einzelne von sich und von anderen macht.

 

Das Selbstbild: Wie sehe ich mich selbst?

Das Menschenbild: Wie sehe ich andere? Wie sehe ich uns?

Das Fredmbild: Wie sehe ich andere? Wie sehen andere mich?

 

Meine ich, ich bin es nicht wert, werde ich erleben wenig zu bekommen. Meine ich andere nutzen mich aus, werde ich genau das erleben.

 

Im Gegenzug bedeutet dies aber auch, dass für mich alles hilfreich ist, wenn ich mich und andere/anderes entsprechend sehe. Und so erlebe ich öfter Hilfe, wenn ich glaube, dass jeder Mensch prinzipiell lieber nützlich (hilfreich) ist als parasitär zu sein.

 

 

Ein gesunder Egoismus

Was soll das sein? Ist Egoismus nicht immer schlecht? Weit gefehlt., wie ich meine.

 

Unter einem gesunden Egoismus erachte ich die Grundhaltung ersteinmal so auf sich zu achten, dass ich meine Leistungskraft und meine Lebensfreude möglichst intensiv und langanhaltend zum Ausdruck bringe.

 

Bin ich mit Freude leistungsfähig beinhaltet der gesunde Egoismus meines Erachtens nach auch ein gesundes Sozial- und Ökolgiebewusstsein. Das bedeutet für mich, dass wenn ich freudig leistungsfähig bin, ich mir Gedanken dazu mache, wie ich es möglichst nachhaltig für mich und für andere sein kann.

 

Sich selbst mehr in den Dienst der Menschen und der Natur an sich zu stellen, als in den Dienst der Wirtschaft, erachte ich als mein Ziel der Gegenwart.

 

Das kann jeder andere so halten wie er will und bleibt in meinen Augen doch genau so wertvoll, wie ich mich selbst erachte. Immer mehr ist von gleichem Wert, für mich.

 

 

Egomanie

Dabei ist selbst die Egomanie für mich wertvoll und hilfreich. Ob ich nun einen Spritfresser als mobilen Untersatz wähle oder billige T-Shirts einkaufe, ohne mir Gedanken zu machen, wie diese Entscheidungen sich auswirken.Letztlich kann ich über meine eigenes Leid zur Frage kommen, ob ich andere für mich leiden lassen will.

 

Ich, ich, ich! Das mag für viele nicht gerade nach etwas Hilfreichem klingen. Doch weiter gedacht bedeutet das, dass die Spritfresser dabei nützlich sind, das Erdöl schneller zu verbrauchen. Dadurch werden wir früher alternative Energiequellen nutzen und uns des Themas Umweltbewusstsein bewusster.

 

Wer billig T-Shirts kauft wird über die Kritik daran, dass sie nur über das Leid anderer auf den Markt kommen bewusst werden können, was er mit seinem Hang nach modischen Artikeln auslöst und kann sich fragen, ob er wirklich noch ein T-Shirt mehr braucht, obwohl er vielleicht schon genug im Schrank hat.

 

Die FRage ist, ob sich der Mensch weiter eher über seinen Besitz definieren will oder über die Art, wie er für sich und andere nützlich ist?

 

 

Es geht auch anders

Am Wochenende erlebte ich jemanden, der sich in einer interessanten Art sozial verhielt. Er parkte auf zwei Parkplätzen. Und das in einer Gegend, wo Parkplätze eher rar sind. Als er ausstieg sprach ich ihn darauf an. Seine Antwort: "Na und?"

 

In fragte ihn, ob er es gern erlebt, dass ihm etwas gegeben, bzw. dass ihm geholfen wird? Da es sich um einen intelligenteren Menschen handelte ahnte er wohl, worauf ich hinaus wollte und sagte:"Da wo ich herkomme, interessiert es niemanden, wenn ich mich sozial verhalte." - Jo, dachte ich. Dann wohnst du da ja sehr passend. - Ich drehte mich um, sagte nichts mehr und ging.

 

Zu guter letzt parkte er den Wagen denn doch noch um.

 

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