Lebensmittelpunkt


Moinsens!

 

Seit einigen Jahren stelle ich die Natur immer öfter in den Mittelpunkt meines Denkens und Handelns.

 

Ich hinterfrage meine Gedanken, meine Meinungen, wie auch meine Handlungen immer öfter danach, ob sie natürlichen Prinzipien entsprechen.

 

Wenn ich einen bewussten Zeitpunkt wählen müßte, wann ich damit begonnen habe die Natur, also mein (Er-)Leben, als Lehrmeister zu wählen, würde ich wohl sagen, dass dies schon als Kind stattfand.

 

Seit meiner Kindheit habe ich den Eindruck anders zu sein, bzw. anders zu funktionieren, als andere. Innerhalb der Familie wurde oftmals, auch mir gegenüber, die Frage gestellt, ob ich mich nicht so verhalten könnte, wie meine Schwester. Natürlich konnte ich das nicht dauerhaft, sonst hätte ich es sicherlich getan, schließlich wurde ihre Art und Weise häufiger gelobt als die meine und als Kind wollte ich meinen Eltern gefallen.

 

Diese Verknüpfungen waren dann wohl auch eine der Ursachen wieso ich später schon fast eine Profilierungsneurose ausbildete. Immer öfter schaute ich, wem ich womit imponieren, wessen Wohlwollen ich womit für mich gewinnen konnte.

 

Allerdings reichte das nicht so tief, dass ich mich dabei aufgab. Doch reichte es tief genug. Soweit, dass ich mich von einer Krise in die nächste steuerte. Zu meinem besten Wohle.

 

Die Beziehung zwischen meiner Mutter ist wohl am ehesten als ein chronisches Rezidiv der Krise zu bezeichnen, denn als eine freidvolle Mutter-Kind-Beziehung.

 

Entsprechend fogten diverse Beziehungskrisen mit Frauen dem im Elternhaus vorgelebte Bruch mit dem Partner der Wahl. Allerdings brach ich weitaus öfter die Beziehungen zu anderen ab, als es in meinem Elternhaus vorgelebt wurde. Dafür fand ich irgendwann die Beziehung zu mir, die bei meinen Eltern noch immer abhandengekommen zu sein scheint.

 

Vor annähernd vier Jahren erlebte ich die letzte als Krise empfundene Situation. Sie führte dazu, dass ich mein Leben endlich rigoros umkonstruierte. Seit dem achte ich vermehrt darauf, ob das was ich denke oder mache natürlich, menschlich oder in jüngster Zeit sogar als "axelisch" (also Axel-typsich) eingestuft werden kann  und ob ich es beibehalten oder verändern möchte.

 

Bewusst entschied ich mich erst für und später dann als ersten Schritt des offesnichtlichen Wandels gegen die Schulmedizin. Das Adieu brachte mich zuerst auf den alternativen medizinischen Weg. So lange, bis ich nach neun Monaten Ausbildung zum Heilpraktiker erkannte, dass wesentliche Aspekte hier auch vom allopativen, also symptomvermeidenden Ursprung genutzt werden.

 

Mir schwebt jedoch vor, dass Krankheit einen Sinn hat und dass es somit sinniger ist, dem Symptom zu folgen, als es so schnell wie möglich zu bekämpfen, bzw. zu unterdrücken. Das dies einfacher gedacht ist, als ich es erlebte, bemerkte ich mit dem Verlauf dessen, was wir als Zeit wahrnehmen.

 

Da gibt es in meinem Fall das hartnäckige Symptom des allergischen Asthmas genau so, wie einen scheinbaren Heuschnupfen. Auch besteht weiterhin eine Gelenkbeschwerde schon seit geraumer Zeit und ich bin mir, logischerweise, noch immer nicht bewusst geworden, womit ich dies alles auslöse.

 

Allerdings begreife ich mich mit allen Anteilen meines Wesens als Ursache meiner körperlichen Erkrankung und bemerke, dass ich mit den Symptomen immer ruhiger und gelassener umgehe. Anstatt sie zu verfluchen, habe ich es geschafft, dass sie mich im Maximalfall nur noch nerven. Oftmals nehme ich sie an. Manchmal sogar schon dankbar. Nämlich deswegen, weil ich mein Bewusstsein dank des Symptoms bewusst dahin lenken kann, wo es unterbewusst entsteht.dort löse ich es dann auf und schaffe eine andere Ursache. Meißt für gegenteilige Erlebnisse, also solcher, der Gesundung.

 

Das hat auch damit zu tun, dass ich mir angewöhnt habe davon auszugehen, dass alles was erlebt wird einen tieferen Sinn hat. Diese Erkenntnis ziehe ich aus der Weltanschauung heraus, dass nur das existent sein kann, was für irgendwen oder irgendetwas sinnvoll ist. Jenes wiederum leite ich von meiner Grundannahme ab, dass alles von einem mehr oder weniger bewussten Geist erschaffen wurde. Ob ich den nun Natur nenne oder auch Gott ist für mich unerhablich. Unerheblich ist auch, ob ich mit meiner Annahme Recht habe.

 

Wichtig ist für mich, dass ich daran so fest glaube, dass der Sinn meines Lebens, der Sinn der Welt, der des Wachsens, des Erfahrens, der Bildung ist, dass ich durch diesen Glauben werde und gesunde.

 

Als nächster bemerkenswerter Schritt erfolgte der Wunsch danach mich biologischer und ökologischer zu ernähren. Somit sagte ich nach und nach der konservativen Ernährung ab. Und zwar nicht nur aus gesundheitlichen Gründen mir selbst, sondern auch aus der geänderten Haltung und Achtung anderen Wesen gegenüber.

 

Diesen Wandel begann ich als Hartz-IV-Empfänger! - Ja, solche Lebensmittel sind teurer, doch fing ich an mich zu fragen, was mir wichtiger war: Viel einkaufen zu können oder gesund einkaufen zu können?

 

Da ich mich gegen die Quantität und für die Qualität entschied, kaufte ich nach und nach immer weniger konservativ erstellte Nahrungsmittel und immer öfter kaufte ich sogar nur noch rein BIO und Öko ein. Insgesamnt kaufte ich viel weniger als früher.

 

Was dann folgte, war der Wunsch nach Kleidungs- und Möbelstücken, die BIO und Öko sind. Der Aspekt des fairen Handelns wurde mir bewusst, bei dem maßgeblich ist, dass auch die Wesen geachtet werden, die, um sie verzehren oder anderweitig Nutzen aus ihrem dAsein ziehen zu können, getötet werden. auch wird geachtet, dass jene die diese Wesen aufziehen, die Produkte aus diesen Wesen verarbeiten, transportierten, lagern und verkaufen auch ihr Einkommen haben, von dem sie partizipierend leben können.

 

Schnell war mir klar, dass ich bei Aldi, Lidl, IKEA und Co. nicht länger einkaufen wollte. Wird doch dort Bauern und Mitarbeitern eher nahe gelegt für geringe Achtung ihre Dienste anzubieten und des öfteren noch so getan als ob BIO und Öko generell wichtig wären. - Wobei ich den Eindruck habe, dass sie nur dann wichtig zu sind, wenn damit Geld zu verdienen ist. Ich plädiere jedoch dafür die Dinge ihrer selbst wegen zu machen und nicht als Mittel zum Zweck.

 

Als ein Metzgerssohn traf irgendwann gefasste Entschluss mich weniger Fleisch zu essen hart. So war es auch einer der letzten Schritte im Bereich der Lebensmittel, die ich vollzog. Heute gibt es zwar mehrmals innerhalb einer Woche Käse und Milchprodukte und teilweise auch Wurst, doch eher selten ein Steak, Gulasch oder einen Braten. Und wir leben sehr gut damit.

 

Denen, die uns sagen, sie könnten sich das nicht leisten, zeige ich gerne auf, unter welchen Umständen sie sich eine solche Lebensweise doch leisten können:

 

Teilweiser oder genereller Verzicht von Drogen. Hierunter fallen sowohl solche die als Drogen anerkannt sind, wie auch solche die nur bedingt als solche anerkannt werden: Pharmazeutische und natrüliche Haluzinogene, alle sonstigen süchtigmachenden Medikamente, Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten.

 

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