Bitte lest euch den nachfolgenden Text durch und fragt euch, ob ihr mich und somit auch zumindest Volker Stöckel als weiteren Einzelkandidaten - Und auch alle anderen fast 100 weiteren Einzelkandidaten, die sich zur Bundestagswahl haben aufstellen lassen - in dieser Sache unterstützen möchtet:

 

Ich möchte nicht glauben, was ich Heute erlebt habe, als ich zwei Telefonate führte.

 

 

Ohne Moos nix los

Groß war meine Freude, als ich las, dass ich mich als Einzelkandidat auch bei Abgeordnetenwatch.de eintragen kann.

Groß war auch die Überraschung, als ich erfuhr, dass bei Abgeordnetenwatch nur jene Kandidaten mit Bild und näheren Hinweisen zur Person benannt werden, die es sich leisten können 200,00 € dafür zu bezahlen. - Eine Leistung, die ein durchschnittliches Forum gratis zur Verfügung stellt, lässt sich ein gemeinnütziger Verein teuer bezahlen?

Das Argument: Wir binden diejenigen in die Finanzierung mit ein, die unsere Dienstleistung (Werbung) nutzen möchten. - Und ich dachte die Dienstleistung sei die gemeinnützige Tätigkeit, dass Bürger und Bürgerinnen "ihren" Politikern Fragen stellen können...



Prinzipiell ist das mir gegenüber formulierte Argument nachvollziehbar. Wenn Abgeordnetenwatch.de eine kommerzielles Unternehmen wäre. Doch als gemeinnütziger Verein möchte der Vorstand es einem Einzelkandidaten wie mir, auch auf persönliche Nachfrage hin, nicht ermöglichen, dass er ein Bild von mir gratis einstellt?

 

Frage: wie sieht das aus, wenn der eine Kandidat ein bild von sich präsentiert und der andere nicht?


 

Auf Schulden wurde ich hingewiesen und fragte nach, wieviel Schulden er machen würde, wenn er mir die üblichen Leistungen antsatt für 200,00 € für 20,00 € geben würde? Es folgten Ausflüchte, die am Thema vorbeigehen.

Ich glaube ja, dass ihm gerade 20,00 € entgangen sind, die er zum Schuldenabbau hätte einsetzen können.




Bereits vorab erhielt ich am Telefon von einem anderen Herrn auf meine Nachfrage, - ob es eine außergewöhnliche Regelung für Einzelkandidaten geben könne, die sich die geforderte Summen nicht leisten können - dass Abgeordnetenwatch.de ein gemeinnütziger Verein sei und dass dieser nicht anders zu finanzieren sei, als wenn jeder, der dort gelistet ist und ein Bild von sich und einen Link zu seiner Homepage präsentieren will 200,00 € bezahlt.

Was ich bei diesem Gespräch auch noch zu hören bekam: "Für einen Betrag von 20,00 € dürfte ich meine Zeit an Sie nicht verschwenden und müßte mich anderen KUNDEN zuwenden."

Aha.


Sinnvolle Aufmerksammachung bei Abgeordnetenwatch.de nur gegen Geld
Was ist denn das für eine Gemeinnützigkeit? Worauf sie fußt erfuhr ich auch während des ersten Telefonates: "Wenn Sie sich nicht einmal die 200,00 € leisten können, sieht es für ihre Wahl ja schlecht aus." sagte mir dort ein junger Mann am Telefon.



Mir kippte der Kiefer nach unten. Glaubten diese - vom Bewusstseinsstand wohl passend als Jüngelchen zu bezeichnende - Menschen ernsthaft, dass nur jene Menschen erfolgreich Politik machen können (bei Abgeordnetenwatch.de dürfen), die über genug Geld, oder über Kontakte zu Menschen die genug Geld haben, verfügen?

Und ich dachte, die Mauer sei gefallen, weil das Volk (Menschen die mitunter weniger als meine Frau un dich zum Leben hatten) sich erhoben hat...


Allerdings: Genau weil selbst in solchen so genannten gemeinnützigen Vereinen, wie Abgeordnetenwatch.de, solche unbedarften Aussagen selbst von einem Vorstandsmitglied getroffen werden, - und weil viele unbedachte Menschen in der BRD in den letzten Jahren so gedacht haben, wie es beide Gesprächspartner zum Ausdruck gebracht haben - haben wir diese politische und wirtschaftliche, wie auch gesellschaftliche Gesamtsituation, oder?


Ich freue mich, wenn bei Abgeordnetenwatch.de aufgewacht wird und Einzelkandidaten (die für das Allgemeinwohl persönliche finanzielle Nachteile in Kauf nehmen) eine Ausnahmeregelung erhalten, nach denen sie, z.B. zu 10% des ansonsten geforderten Preises eine Leistung bekommen, die innerhalb eines jedem durchschnittlichen Forums bereits gratis angeboten werden.

Gemeinnutz... Wenn es nicht so stumpfsinnig wäre, würde ich über so viel Dreistigkeit lachen.



Gemeinnutz bedeutet in diesem Fall für mich: Gleiche Möglichkeiten für alle! Und nicht für jene, die das Geld dafür haben. 
 

Bitte leitet diese Information an so viele Menschen wie möglich weiter. Ich überlege, ob ich sie an die Presse weiterleite.


 

 

Nachtrag:

Jetzt, da ich mich wieder beruhigt habe, bitte ich, an Stelle der Protestnote, lieber eine freundliche Mail, evtl. mit gesammelten Unterschriften, an Abgeordnetenwatch.de zu schreiben und zu versenden: service@abgeordnetenwatch.de  

 

Außerdem habe ich im Nachhinein die rot gekennzeichnete Aufforderung zur Protestnote entfernt. Miteinander statt gegeneinander!

 

Danke!

 

Liebe Grüße

Axel  

 

 

 

 

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