Hallo,
ich liebe es eingebürgerte Denkstrukturen zu hinterfragen. Heute habe ich mich mit dem Wort „Demokratie“ befasst.
Ein Aufsatz von Andreas Popp hat mir eine Sicht auf die Begrifflichkeit ermöglicht, die ich so noch nicht wahrgenommen habe. Seinem Rückschluss nach ist die Demokratie ein diktatorisches Gebilde, welches neben der Diktatur eines Einzelnen, die Diktatur einer so genannten Elite inne hat.
Er baut seine, auf mich stimmig wirkende, Argumentation auf den Ursprung des Wortes Demokratie aus. Demnach liegt dieser im Griechischen.
„Demos“ bedeutete laut Herrn Popp so viel, wie „Dorf“. Mit dem Begriff „Deme“ wurde eine im weiteren Sinne der so genannten Elite zugewandten Gruppe benannt, die das Volk („Idios“) regional regierten.
Zu entscheiden hatten demnach ca. 10% der Griechen über 90% derer, die für diese so genannte Führungselite zu arbeiten hatten. Idios waren demnach all jene, die das System nicht in Frage stellten und für eine Minderheit buckelten. – Kommt mir auch aus heutigen Tagen bekannt vor. Das Wort Idiot scheint vom Wort Ideos abgeleitet zu sein. Und ein Idiot ist aus meiner Sicht durchaus ein Mensch, der die Strukturen eines Systems, wie auch die Struktur eines Wortes nicht in Frage stellt.
Demnach ist die Demokratie aus meiner Sicht auch heute exakt das, als dass sie Herr Popp im frühen Griechenland erkannt hat. Eine so genannte Elite, regiert die Masse des Volkes, dass, anstatt sich zu ermächtigen und das System in Frage zu stellen, lieber die Brosamen annimmt und diese als große Errungenschaften huldigt, obwohl sie faktisch ein Almosen darstellen.
Interessant dabei ist, dass sich die so genannten großen Denker und Philosophen ist gegen eine Demokratie ausgesprochen haben. Offensichtlich wussten sie das Wort „Demokratie“ seinem Ursprung her zu deuten, was zugegebener Maßen einfacher ist, wenn ein Mensch in dieser Zeit lebt und schwerer ist, wenn er sie nur aus der Überlieferung kennt.
Fakt scheint mir, wieder einmal, zu sein, dass den BürgerInnen eine Interpretation eines Wortes vorgegeben wird, die allem anderen als den Tatsachen entspricht. Ähnliches habe ich an anderer Stelle bereits zum Begriff „Arbeit“ aufgezeigt.
Demnach waren die Gründungsväter der USA Antidemokraten. Hieraus leitet sich auch die Aussage von Alexis de Tocqueville ab, der da gesagt haben soll:
„Der Präsident regiert nicht mehr im Interesse des Staates, sondern an jenem seiner Wiederwahl.; er prostituiert sich vor der Menschheit und anstatt ihren Gelüsten zu widerstehen, wie es seine Pflicht wäre, lässt er sich oft von ihren Launen antrieben.“
Diese Aussage ist für mich auch auf heutige Politiker zu übertragen, da sie auch nur noch das erzählen, was eine Widerwahl mit sich bringt und, zu dem, dann in den heute seltensten Fällen einhalten.
Wieso auch? Laut einem Zitat, welches Gustav Le Bon (von 1985) zu geschrieben wird, hat er 1985 folgendes gesagt:
"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr. Der, der sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer."
Ergo: Wieso sollte ein Politiker das Wohl der Massen als Mittelpunkt seines Tuns setzen, wenn er sich bewusst darüber ist, dass es das Wohl ist, das System zu ändern und er damit viele Wähler (in der Mehrzahl Staatsbedienstete und Rentenempfänger, also jene, die ebenfalls die Massen ausbeuten) vergrault, weil sie um ihre Pfründe fürchten?
Da ist es doch hilfreicher das Gerücht aufrecht zu erhalten, dass die Demokratie eine Basisbewegung ist, gegenteilige Informationen zu zensieren und nur das in die Massenmedien zu lassen, was seine Machbefugnis erhält.
Ergo muss alles, was das System selbst, bzw. seine Strukturen in Frage stellt, als „Verschwörungstheorie“ abgehalftert werden. Selbst dann, wenn von „Theorie“ schon längst keine Rede sein kann, weil sie durch Fakten als gelebte Wahrheit erkannt werden kann.
Stichwort „Bilderberger“. Es ist für mich und andere Fakt,
1. dass es sie gibt.
2. dass um die 115-130 mächtigsten Männer und Frauen an den Konferenzen Teilnehmen
3. dass sie sich mindestens einmal im Jahr treffen.
4. dass die Mainstream-Medien darüber niemals berichtet haben.*
5. dass namhafte Politiker die Existenz der Bilderberger zugeben
6. dass jedes Jahr eine Teilnehmerliste vom Büro der Bilderberger herausgegeben wird. Wohl bemerkt: Stets im Nachhinein und die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Liste von 2009
7. dass geleugnet wird, dass wenn 120 einflussreiche Menschen aufeinander treffen und sich besprechen, angeblich nichts Wichtiges dabei heraus kommt.
8. dass die unter Punkt 7 gemacht Aussage von der Mehrzahl der Bilderberger-Marionetten, von namhaften Bilderbergern gegenteilig ausgedrückt wird.
Was bleibt, ist die Theorie**, dass die 120 mächtigsten Menschen der Welt sich treffen und nichts Wichtiges besprechen. Doch wird diese Theorie als Fakt dargestellt.
Noch einmal kurz überlegt:
Wo und wann werden oftmals die relevanten Entscheidungen gefällt?
Während Business-Meetings oder bei privaten Veranstaltungen, wie einer Partie Golf, einer Party oder einem Besuch eines Bordells, einer Bar oder im ausklang nach einem Theaterbesuch?
Für mich absolut stimmig:
Politiker sind die Marionetten der Bilderbeger, genau so, wie das Wahlvolk die Marionetten der Politiker stellt und das arbeitende, bzw. arbeitslose Volk die Marionetten der WählerInnen ausmacht.
Demokratie: Wenige bestimmen über die Mehrzahl der Menschen.
Liebe Grüße