Freude & Schmerz

Die Wege der Erkenntnis


Guten Morgen,

 

soeben habe ich mit meiner Ma telefoniert. Sie hat wieder Krebs. Und wieder beschreitet sie die Wege der Schulmedizin. Mit entsprechenden Beschwerden.

 

Wenn wir nicht auf das hören, was in uns ruft und stets, unserem Verstand (Ego) folgend, auf alten Wegen gehen, werden wir auch weiterhin gravierende Veränderungen mehrheitlich über den Schmerz erleben.

 

Was hinter diesem Gedanken steht? 

 

Etwas in uns ruft nach Ausdruck. Ein Seelenwunsch, die Seele selbst. Wir hören nicht darauf, weil wir unserem Verstand, dem Ego glauben, dass wir das nicht dürfen oder können. Wir erkennen zu dieser Zeit nämlich, dass andere unser Leben bestimmen und wir nicht Herr unseres Lebens sind und dass der Verstand mit das Wichtigste ist.

 

Da Seelenwünche auch wichtig sind und sie lediglich das Gefühl als Werkzeug zum Aufmerksammachen besitzen, nutzt die Seele nun den Körper als Ausdrucksmittel. Unser Gefühl von Unwohlsein erhält, wenn wir ihm lang genug aus dem Weg gehen, körperliche Befindlichkeiten, Beschwerden oder Schmerzen, als Begleiter hinzu.

 

Nun kam bei mir früher die Schulmedizin ins Spiel - bei meiner Ma noch Heute - und sorgte dafür, dass weg ging, was nicht sein durfte. Beschwerden und Schmerzen. Doch letztlich führt dieses Verhalten stets zu merh Beschwerden und Schmerzen. Vielleicht anderer Art, vielleicht zu einer anderen Zeit.

 

Die scheinbar körperlichen Befindlichkeiten Beschwerden und Schmerz,  sind ein Teil der Evolution und auch ein Schlüssel zur Zufriedenheit. Sie sind ein Teil der Gesundheit. Wer sie einfach herauschneidet, wegspritzt oder -schluckt, der erkennt nicht hinzu, der bleibt in Strutkturen verhaftet, die er nicht länger braucht. Um das zu erkennen, braucht es den Schmerz und die Krankheit.

 

Meine Ma folgt noch immer ihrem Verstand/Ego und bleibt in ihren alten Gedanken- und Bewertungsmustern. Und sie bleibt bis auf weiteres der Schulmedizin treu. Beide, Verstand und Schulmedizin, rufen: "Es darf nicht sein, was ich nicht haben will!" - Zu groß ist die Scham, erkennen zu können, dass sie eine Zeit lang "daneben" gelegen haben könnten. Nur kurz wird über den Gedanken nachgedacht, dass Fehler etwas Hilfreiches sein und wir sie ruhig öfter, oft oder auch lang machen können; so lange, bis wir erkennen, dass wir dank ihrer immer größere Blessuren davongetragen haben, bis hin zu Krebs oder dem Tod; so lange, bis wir endlich begriffen haben, dass es auch ohne Schmerz zum Erfolg geht.

 

Die Erkenntnis, dass alles auch hilfreich genutzt werden kann und, dass Fehler nicht nur das sind, was die etablierte Meinung noch in ihnen erkennen will, setzt sich bei immer mehr Menschen durch.

 

So genannte Fehler, Schmerzen, Unwohlsein, Krankheit, Trennung und Tod sind wichtige und hilfreiche Aspekte, die dazu führen können, dass wir zu verzweifeln drohen oder dazu führen, dass wir einen Sinn in ihnen erkennen. Doch scheinbar liegt es in der Natur der Sache, dass dies eher die sehen, die schon einmal klinisch tot waren.

 

Meine Ma hat wieder Krebs. Diesmal brauchte nicht operiert werden. Vielleicht lag es daran, dass wir vorher längere Zeit mit Ihrem Unterbewusstsein gearbeitet haben. Vielleicht auch nicht.

 

Sie hat sich der, für die verbreitesten Krebsarten ohnehin sinnlosen, Chemotherapie widersetzt, aber dem Ansinnen auf Bestrahlung entsprochen. Ein Teilerfolg! Doch für ihre Seele, ihre Seelenwünsche nicht groß genug.

 

Die Seele meiner Ma, ihr Geist, reagierte schnell. Mit Übelkeit. Meines Erachtens das erste Zeichen dafür, dass meine Ma mit dem Krebs nicht sonderlich hilfreich umgeht und auf die Bestrahlung verzichten kann.

 

Dann folgte die Warnung des Körpers. Verbrenungen sind sein Ausdruck. Erst leichte und später schwere. Brandblasen. Meines Erachtens nach der zweite Hinweis, sich anders orientieren zu können.

 

Doch sie lässt sich von ihrem Verstand verbieten anders zu handeln. Durchhalten ist die hier die weniger hilfreiche, aber trotzdem hilfreiche, Parole.  

 

Macht das alles Sinn? JA!

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